Petra Scharner-Wolff übernimmt bereits im Juni bei Otto den CFO-Posten von Jürgen Schulte-Laggenbeck.

Otto Group

21.05.15
CFO

Otto: Petra Scharner-Wolff wird früher als geplant neue CFO

Petra Scharner-Wolff wird bereits ab Juni neue Finanzchefin bei Otto. Ihr Vorgänger Jürgen Schulte-Laggenbeck hat um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags gebeten. Ihn zieht es in die Wüste.

Bei der Otto Group kommt der angekündigte Wechsel auf dem CFO-Posten früher als ursprünglich geplant: Petra Scharner-Wolff übernimmt bereits zum 1. Juni die Finanzverantwortung bei dem Versandhändler. Scharner-Wolff stand bereits seit November vergangenen Jahres als Nachfolgerin von Jürgen Schulte-Laggenbeck fest, sollte diesen aber eigentlich erst im Oktober beerben.

CFO Jürgen Schulte-Laggenbeck verlässt Otto Richtung Dubai

Nun hat der scheidende CFO Schulte-Laggenbeck um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrags gebeten, um den Posten des Finanzchefs bei dem Immobilienunternehmen Majid Al Futtaim Group in Dubai zu übernehmen. Bei der Ankündigung seines Ausscheidens im vergangenen Jahr hatte es zunächst nur geheißen, dass er sich nach zehn Jahren als Otto-Finanzchef „einer neuen beruflichen Herausforderung“ stellen wolle.

Die künftige Finanzchefin Scharner-Wolff ist ebenfalls schon seit vielen Jahren bei dem Hamburger Familienunternehmen. Sie begann ihre Laufbahn bei Otto 1999 und arbeitete unter anderem als Direktorin des Konzern-Controllings und als Sprecherin und Finanzchefin der Otto-Tochter Schwab, bevor sie 2012 zum Bereichsvorstand Service der Einzelgesellschaft Otto ernannt wurde. Diese Funktion übernimmt nach Scharner-Wolffs Aufstieg in den Konzernvorstand nun Katy Roewer, die bisher das Beteiligungscontrolling der Otto Group leitete.

Otto Group legt erstmals rote Zahlen vor

Zeitgleich mit der Bekanntgabe des vorgezogenen CFO-Wechsels hat die Otto Group bei der Bilanzvorlage am Mittwoch erstmals in ihrer Geschichte rote Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr präsentiert. Der Konzern verzeichnete für das vergangene Jahr einen Fehlbetrag von 196 Millionen Euro.

Vor allem der Verfall des Rubels und Kosten für den Umbau in den französischen und US-amerikanischen Landesgesellschaften hätten zu Verlusten geführt. Im laufenden Geschäftsjahr werde der Konzern aber wieder in die Gewinnzone zurückkehren, gab sich CEO Hans-Otto Schrader optimistisch.

sarah.nitsche[at]finance-magazin.de