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RBI-Chef Herbert Stepic stolpert über Offshore-Affäre

Herbert Stepic, CEO der RBI
RBI

Der langjährige Chef der österreichischen Raiffeisen Bank International (RBI), Herbert Stepic, tritt zurück. Am Freitag habe Stepic dem Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Rothensteiner darüber informiert, „dass er seine Funktion als Vorstandsvorsitzender der Raiffeisen Bank International AG (RBI) aus persönlichen Gründen zur Verfügung stellt“, heißt es in einer Pressemitteilung der Großbank. Bis zu einer Entscheidung der Gremien werde er Chef der Bank bleiben.

Stepic stolpert offenbar über den Kauf von Wohnungen in Singapur, die über zwei Briefkastenfirmen abgewickelt worden sein sollen: Sein Name taucht in dem vor wenigen Wochen veröffentlichten Offshore-Leaks-Datensatz auf, der dubiose Finanztransaktionen von rund 130.000 Vermögenden weltweit enthüllt. Stepic selbst bestätigte den Kauf, gab jedoch an, diese nicht über Offshore-Firmen, sondern über Projektgesellschaften abgewickelt zu haben.

Herbert Stepic ist seit 2001 Chef der damals noch unter Raiffeisen International firmierenden Bank und ist einer der bekanntesten Bankmanager des Alpenlandes. Sein Vertrag wäre noch bis Ende 2015 gelaufen. Wer sein Nachfolger werden könnte, ist bis dato offen.

andreas.knoch[at]finance-magazin.de

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