Der Leuchtenhersteller SLV holt Sven Schirmer als CFO. Er hat Erfahrung mit Unternehmen in Private-Equity-Besitz.

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18.10.17
CFO

Sven Schirmer übernimmt CFO-Posten bei SLV

Der Leuchtenhersteller SLV hat Sven Schirmer als neuen Finanzvorstand verpflichtet. Nach zehn Jahren bei Rodenstock geht es damit für Schirmer erneut zu einem Unternehmen mit Private-Equity-Hintergrund.

Der Leuchtenhersteller SLV aus dem nordrhein-westfälischen Übach-Palenberg hat den CFO-Posten neu besetzt. Sven Schirmer übernimmt die Position von Markus Dreihues, der SLV laut Unternehmensangaben auf eigenen Wunsch verlassen hat. Schirmer verantwortet bei dem Leuchtenhersteller die Bereiche Controlling, Finanzen und IT.

Für Schirmer scheint die Stelle wie geschaffen: Der Diplomwirtschaftsingenieur arbeitete von 2001 an für drei Jahre im Controlling der britischen Thorn Lighting und wechselte 2004 als Head of Controlling zu dem Leuchtenhersteller Zumtobel. 2007 wechselte Schirmer dann zu dem Brillenproduzenten Rodenstock, zunächst als Leiter des Corporate Financial Controlling sowie im Jahr 2011 auch als Interims-CFO. 2012 übernahm Schirmer dauerhaft die Finanzverantwortung und wurde als CFO in den Vorstand berufen.

Sven Schirmer sammelte bei Rodenstock PE-Erfahrung

Aus seiner Zeit als Rodenstock-Finanzchef bringt Schirmer Erfahrung mit Private-Equity-Anteilseignern mit, die ihm auch bei SLV helfen dürfte. 2006 stieg der Finanzinvestor Bridgepoint bei dem Brillenhersteller ein, im Dezember 2015 beteiligte sich zudem das Private-Equity-Haus Compass.

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Bei SLV trifft Schirmer ebenfalls auf einen PE-Hintergrund: Das 1979 gegründete Unternehmen hat inzwischen den dritten Private-Equity-Investor in Folge an Bord. 2007 war zunächst HG Capital mehrheitlich eingestiegen. 2011 übernahm der Wettbewerber Cinven, der das Unternehmen in den folgenden Jahren durch Zukäufe und internationale Expansion stark auf Wachstum ausrichtete. Unter Cinven legte das Unternehmen rund 40 Prozent an Umsatz zu und erzielte im Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von 177 Millionen Euro. Seit rund einem Jahr liegt SLV nun beim dritten Private-Equity-Haus: Ardian hat den Leuchtenhersteller von Cinven übernommen, im Markt war von einem Kaufpreis um 800 Millionen Euro die Rede. 

Schirmer muss bei SLV den Wachstumskurs begleiten

Bei seinem neuen Arbeitgeber wird CFO Schirmer einen weiteren Wachstumskurs finanziell begleiten müssen. Ardian will den Leuchtenhersteller mit einer Mischung aus organischem Wachstum und M&A-Deals weiter ausbauen. Die Agentur Reuters berichtete in der Vergangenheit über Expansionspläne in die USA und nach Großbritannien.

Schirmers Branchenerfahrung und seine Erfahrungen im Umgang mit Private-Equity-Investoren im Beteiligungskreis sollen offenbar dazu beitragen, den Mittelständler auch in Händen des dritten PE-Investors noch zu neuem Wachstum zu treiben.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de


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