Tradition und Moderne liegen bei Henkel eng beieinander. CFO Carsten Knobel will die Digitalisierung des Persil-Konzerns flankieren.

Arndt Benedikt

26.01.17
CFO

So will CFO Carsten Knobel den Umbau von Henkel voranbringen

Der Traditionskonzern Henkel hat sich in den vergangenen Jahren auf Rendite getrimmt. Doch wie geht es jetzt weiter? Das verrät CFO Carsten Knobel in der neuen FINANCE, in der auch M&A-Deals, die Skandalbank Hypo Alpe Adria und Donald Trump eine zentrale Rolle spielen.

Persil, Pritt und Pattex kennt fast jedes Kind in Deutschland – so wie die Generation der Eltern und Großeltern. Bei den Anlegern hat sich der dahinterstehende Konsumgüterkonzern Henkel in den vergangenen Jahren sehr gut geschlagen. Nach dem Wechsel von CEO Kasper Rorsted zum Sportartikler Adidas muss der neue Henkel-Chef Hans Van Bylen allerdings weitere Wachstumsfantasien wecken. Das ist gar nicht so leicht bei all den Traditionsprodukten, deren disruptives Potential sich nicht sofort erschließt.

Wie Finanzchef Carsten Knobel diese Transformation begleiten will, hat er im FINANCE-Interview verraten. Was er zur Rolle des CDO, zu Robotics und Agilität im Großkonzern sagt, erfahren Sie in der neuen Ausgabe von FINANCE, die heute schon als E-Paper erscheint. Auch für die Belegschaft hält Knobel eine klare Ansage bereit: „Agilität heißt für mich: Jeder Mitarbeiter soll in der Lage sein, eigenständig zu arbeiten, schnell zu reagieren und zu entscheiden.“

Vergangenheit und Zukunft der BayernLB

Mehr Zufall als Plan war es, dass die neue FINANCE-Ausgabe zwei Geschichten bereithält, die in der Vergangenheit einmal viel miteinander zu tun hatten: die Balkanbank Hypo Alpe Adria (HGAA) und die BayernLB. Für die Münchener Landesbank ist der Kauf der HGAA im Jahr 2007 eines der dunkelsten Kapital ihrer Geschichte. Zwei Jahr später gaben die Bayern die Bank, für die akute Insolvenzgefahr bestand, wieder an die Republik Österreich zurück. In der Folge entspann sich ein heftiger Streit darüber, wer die Lasten zu tragen habe.

Im Interview mit BayernLB-Vorstand Michael Bücker fragen wir, wie die Bank sich nach der Rosskur der vergangenen Jahre aufstellt. Das Schlüsselwort ist Fokussierung: nicht mehr alle Produkte will der Firmenkundenchef aus eigener Hand anbieten. „Wir wollen eine Plattform sein“, betonte Bücker im Gespräch. Kooperationen wie mit Berenberg in der Eigenkapitalbeschaffung ECM oder mit Standard Chartered im Exportgeschäft sollen eine wichtige Rolle spielen.

Die Hypo Alpe Adria ist hingegen Geschichte. Der toxische Teil der Bank wird über die Bad Bank Heta abgewickelt. Was viele nicht wissen: Mit dem Nachfolgeinstitut Addiko wollen ein US-Finanzinvestor und ein früherer Deutsch-Banker beweisen, dass sie die Bank neu aufstellen können. Wir haben mit dem neuen Addiko-Chef Ulrich Kissing über die Pläne gesprochen. Er ist sich sicher: „Natürlich kann man auf dem Balkan saubere Bankgeschäfte machen.“

Die Structured FINANCE, Yanis Varoufakis und Donald Trump

Im vergangenen November fand die 12. Auflage der Structured FINANCE in Stuttgart statt, rund 1.900 Finanzverantwortliche und Banker nahmen teil – ein neuer Rekord. Neben den Highlights in Bildern finden Sie in der neuen FINANCE auch ein Portrait unseres CFO des Jahres 2016, Ralph Heuwing. Der ehemalige BCG-Berater hat den Aufstieg des Anlagenbauers Dürr vom Restrukturierungsfall zum Börsenstar begleitet und vorangetrieben. Dabei geholfen hat sicher auch die Technikaffinität des studierten Maschinenbauers: „Bei allen Unternehmen, die ich besuche, gehe ich gern durch die Produktion“, sagt Heuwing. „Es hilft, als Finanzer ein Verständnis davon zu haben, wie die Zahlen zustande kommen.“

Spannend im Vorfeld der Konferenz war auch, wie die Teilnehmer auf das ehemalige Enfant Terrible der griechischen Politik, Yanis Varoufakis, reagieren würden. Hätte man Varoufakis im ersten Halbjahr 2015 nach Stuttgart gebracht, hätte es bei den CFOs und Treasurern vermutlich einen Sturm der Entrüstung gegeben. Ganz anders im November 2016: Nach Trump-Wahl und Brexit horchten die Zuschauer auf den klar formulierenden Varoufakis. Man mag von seinen Thesen halten, was man will: In Stuttgart hat er sich nach Ansicht vieler Teilnehmer recht vernünftig geschlagen – mehr dazu in der neuen Ausgabe. Dort finden Sie übrigens auch eine Kolumne über den neuen US-Twitter-Präsidenten Donald Trump. Auch wenn es in diesen Tagen schwerfällt: FINANCE-Kolumnist und ING-Diba-Chefökonom Carsten Brzeski rät zur Gelassenheit.

Schwerpunkt M&A: CFOs im Kaufrausch

Wenig gemächlich war im vergangenen Jahr der M&A-Markt. Mit neuen Rekord-Deals warteten deutsche Konzernlenker von Bayer, der Deutschen Börse und Linde auf. Viele der Transaktionen sind noch in der Schwebe, Ausgang ungewiss. Dennoch haben wir für Sie im Schwerpunkt der neuen Ausgabe die wichtigsten M&A-Trends des vergangenen Jahres herausgearbeitet. Wir wollen dabei natürlich nicht nur zurückschauen, sondern haben führende Experten befragt, was sie für 2017 hinsichtlich Fusionen, Übernahmen und deren Finanzierung erwarten.

Ein besonderes Phänomen beleuchten wir ebenfalls: 2016 herrschte eine regelrechte Fusionitis unter mittelgroßen M&A-Boutiquen. Was hat die M&A-Berater in die Zusammenschlüsse getrieben? Was versprechen sie ihren Kunden in der neuen Konstellation? Ist wirklich das Ende der losen Netzwerke gekommen? Mehr in der neue FINANCE-Ausgabe, die heute bereits als E-Paper erscheint und am morgigen Freitag an ausgewählten Kiosken erhältlich ist.

markus.dentz[at]finance-magazin.de

Die neue FINANCE
Wie sich Adler-Modemärkte CFO Karsten Odemann gegen die Branchenkrise stemmt, wie der neue Osram-CFO-Ingo Bank die Investoren versöhnen möchte und wie Konzerne die neuen Möglichkeit zur verkürzten Quartalsberichterstattung nutzen, erfahren Sie in der neuen FINANCE-Ausgabe, die Sie hier bestellen oder direkt als E-Paper beziehen können.