Thomas Braun findet man mitunter auch abends noch an seinem Schreibtisch bei der Schweizer Group. Wie ordentlich dieser ist, verrät er im FINANCE-Fragebogen.

Schweizer Group/FINANCE

09.08.18
CFO

CFO vor der Wahl: Thomas Braun, Schweizer Group

Er telefoniert gern, meidet aber soziale Netzwerke: Thomas Braun, CFO des Aluminiumdruckgussherstellers Schweizer Group, beantwortet den FINANCE-Fragebogen.

Kopfrechnen oder Taschenrechner?
Plausibilitätsrechnung im Kopf, danach das „Fine-Tuning“ mit dem Taschenrechner.

Soziale Online-Netzwerke: nutzen oder lieber nicht?
Lieber nicht! Erstens habe ich dafür keine Zeit, zweitens kein übersteigertes Mitteilungsbedürfnis für jedes Detail meines Lebens – und drittens vermeide ich dadurch nicht unerhebliche Datenrisiken.

Das Ordnungssystem auf dem Schreibtisch: verstehen nur Sie oder verstehen auch andere?
Das verstehen alle. Mein Motto lautet: So wie es auf dem Schreibtisch aussieht, so sieht es auch im Kopf aus.

Arbeit: 40 oder 80 Stunden?
80 müssen nicht sein – darunter leiden Gesundheit und Familie. Mit 40 ist das Pensum definitiv nicht zu schaffen. Insofern gilt auch hier der „goldene Mittelweg“ …

Telefonieren oder Mailen?
Telefonieren. Erstens bringt man Botschaften im persönlichen Telefonat besser rüber, und: Bei mir gilt nach wie vor das gesprochene Wort!

Gourmetmenu oder Currywurst?
Auf jeden Fall keine Currywurst. Aber es muss auch nicht immer ein Gourmetmenu sein.

Überstunden: Früher anfangen oder länger bleiben?
Lieber länger bleiben. Wenn alles ruhig ist, kann man Dinge ungestört und konzentriert zu Ende bringen.

Wie fährt es sich besser: Taxi oder eigenes Auto?
Das kommt nun wirklich auf die Umstände an. Aber grundsätzlich geht nichts über das eigene Auto!

Reisen: Bungee-Jumping oder Strandkorb?
Auf jeden Fall Outdoor-Aktivurlaub. Bungee-Jumping muss es nicht gerade sein, aber der Strandkorb kann auch noch warten, bis ich zu den Ü70 gehöre …

Fußball: Schauen oder spielen?
Schauen. Die aktiv-sportlichen Leidenschaften haben sich auf andere Bereiche verlagert.

Für Notizen: Zettel und Stift oder Tablet und Smartphone?

Ehrlicherweise immer noch der Zettel. Meistens habe ich da meine Notizen schneller gefunden als meine Kollegen mit den elektronischen Alternativen.

Kaffee oder Tee?
Morgens einen Cappuccino – danach nur noch Kaltgetränke.

Der CFO: Stratege oder Spezialist?
Zunehmend Stratege – wobei das Spezial-/ Fachwissen nach wie vor Voraussetzung für gute strategische Entscheidungen ist.

Controlling: Bottom-up oder Top-down?
Top-Down ist wichtig, um die Rahmenbedingungen klar zu setzen und sich unnötige und zeitaufwändige Schleifen zu ersparen. Innerhalb dieser Leitplanken erhöht Bottom-up die Identifikation mit der Planung.

Mails checken im Urlaub: ja oder nein?
Ganz vermeiden lässt es sich nicht. Aber schon selektiv und definitiv nicht zum Selbstzweck, um sich und anderen die eigene Unersetzlichkeit zu beweisen.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de

Zur Person: Thomas Braun

Seit April 2015 verantwortet Thomas Braun als Geschäftsführer die Bereiche Finanzen, Controlling, Personal und IT der Schweizer Group, einem Anbieter von Druckgusskomponenten aus Aluminium und Magnesium für die Automobilindustrie. Mehr zu seiner Karriere gibt es im CFO-Almanach FINANCE-Köpfe im Steckbrief zu Thomas Braun.