Corporate Deutschland im Visier der Aktivisten: ein hoher Cash-Bestand, eine geringe Marktkapitalisierung, ein schwacher Aktienkurs und eine fehlende Investitionsstrategie locken die Investoren an.

Arndt Benedikt

13.07.16
CFO

Das fordern die aktivistischen Aktionäre

Aktivistische Aktionäre und Shortseller haben Deutschlands Konzerne aufs Korn genommen. Wer sind die Investoren, und was haben Sie vor? FINANCE hat den Markt analysiert. Auch ein Brexit-Spezial hält die neue FINANCE-Ausgabe bereit.

Brexit, Brexit, Brexit – während sich die Europäische Union jahrelang mit dem drohenden Austritt Griechenlands befasste („Grexit“), erwischte der Ausgang des Referendums in Großbritannien viele Marktteilnehmer kalt. Seit beinahe drei Wochen herrscht Katerstimmung in London. Auch die EU muss sich erst einmal sortieren und blickt ihrer vermutlich größten Bewährungsprobe entgegen.

FINANCE hat online unmittelbar über die Auswirkungen  für Banken, Märkte und CFOs berichtet. Inzwischen hat sich der Pulverdampf etwas gelichtet. Allerdings wird der „Faktor Unsicherheit“ auch in den kommenden Wochen und Monaten die Märkte beherrschen. Mehr dazu finden Sie in unserem Brexit-Spezial in der neuen Ausgabe. Aber nicht nur auf wenigen Seiten: Selten gab es ein Thema, das sich so durch eine ganze FINANCE-Ausgabe zog wie das EU-Referendum der Briten – bis hinein in unsere Meinungs-Rubrik „Postausgang“, die dieses Mal aus gegebenem Anlass David Cameron gewidmet ist.

Auch Norbert Reis äußert sich zum Brexit. Der HSBC-Vorstand hatte Mitte April überraschend neben seiner bisherigen Aufgabe die Führung im gesamten Firmenkundengeschäft der Bank in Deutschland übernommen. Jetzt erklärt er in FINANCE, wie es dazu kam und was er in der neuen Rolle vorhat. Bescheidenheit ist nicht unbedingt die oberste Tugend vieler Banker. Umso bemerkenswerter ist, dass Reis die eigene Person eher in den Hintergrund schiebt: „Ich bin nicht der Heiland, der jetzt alles richtet“, sagt er gegenüber FINANCE.

Aktivistische Investoren bedrohen Deutschland

Nicht minder aktuell als die Brexit-Debatte ist unser Titelthema „Der Angriff der Aktivisten“. Manager von Ströer, Wirecard, Volkswagen und E.on können einen Lied davon singen, wie es sich anfühlt, wenn die eigenen Aktionäre aufmüpfig werden. Im Visier der Attacken steht häufig Kritik an schlechter Unternehmensführung, die zu unterdurchschnittlichen operativen Ergebnissen führt.

Allerdings unterscheiden sich die Strategien von Leerverkäufern bis hin zu längerfristig orientierten aktivistischen Investoren maßgeblich, wie etwa Florian Schuhbauer von Active Ownership Capital (AOC) gegenüber FINANCE betont. Dass der eigene Name bei AOC Programm ist, zeigt sich gerade in der Auseinandersetzung um die Besetzung des Aufsichtsrats des Generikaherstellers Stada. Über den Hintergrund des Zwists und die Position von AOC können Sie mehr in der neuen Titelgeschichte erfahren.

Nerds in der Finanzabteilung nicht verkehrt

Dass die richtigen Mitarbeiter ein Erfolgsfaktor sind, ist eine Binsenweisheit. Dass jetzt aber auch die Finanzabteilungen eine Frischzellenkur benötigen, wollen sie nicht gnadenlos abgehängt werden, ist neu: Visualisierung von komplexen Daten, Data Mining, Echtzeit-Reporting, Predictive Analytics. Eines haben alle Ansätze gemeinsam: Wer die Tätigkeiten erfolgreich ausüben möchte, muss Kompetenzen mitbringen, die ein klassischer Finanzer im Studium nicht unbedingt gelernt hat. „Die Schnittstelle von Finance und IT ist immer stärker gefragt“, sagt etwa Andreas Janke, Senior Abteilungsleiter bei der Personalberatung Hays. Mehr dazu gibt es in der neuen Folge unserer Serie „Die Zukunft der Finanzabteilung“.

Auch im Schwerpunkt Controlling spielen neue Technologien eine wichtige Rolle, im Speziellen Predictive Analytics. Welche Erfahrungen Bosch und Lanxess damit gesammelt haben, gleichzeitig historische Entwicklungen und aktuelle Daten auszuwerten, erfahren Sie im Schwerpunkt. Außerdem analysiert FINANCE am Beispiel von Covestro, warum Carve-outs eine Chance sein können und zeigt, dass viele Unternehmen bei den Reisekosten noch viel Geld auf der Straße liegen lassen.

A.T.U – wieder ein Sorgenkind

Mehr als zwei Jahre ist es her, seit A.T.U Autoteile Unger der finanzielle Befreiungsschlag gelang. Doch in der Weidener Zentrale der Werkstattkette nehmen die Sorgen nach FINANCE-Informationen wieder zu: Schwache operative Performance sowie hohe Mietkosten drücken aufs Gemüt. Wie und vor allem wer die Krise managen soll, erfahren Sie ebenfalls in der neuen Ausgabe. Merken Sie sich, wo Sie es zuerst gelesen haben!

markus.dentz[at]finance-magazin.de

Die neue FINANCE

Was der neue Symrise-CFO Olaf Klinger plant, wie sich Rocket-Internet-Finanzchef Peter Kimpel gegen den Markt stemmt, wie sich das EZB-Programm zum Kauf von Unternehmensanleihen auswirkt und vieles mehr erfahren Sie in der neuen FINANCE-Ausgabe. Diese können Sie hier bestellen oder direkt als E-Paper beziehen.