11.04.12
CFO

Weidmüller-CFO Vogelsang: Szenariotechnik „für uns genau richtig“

Die heftige Krise hat Harald Vogelsang zweierlei gelehrt: den Wert genauerer Vorhersagen und schneller Reaktionen. Beim Familienunternehmen Weidmüller hat der CFO daher die Szenario-Analyse eingeführt – trotz des großen Implementierungsaufwands.

Bislang haben nur wenige Mittelständler das Konzept der Szenariotechnik bei sich im Unternehmen verankert. „Häufig scheuen kleinere und mittelständische Unternehmen den Aufwand, die Szenariotechnik einzuführen“, sagt Harald Vogelsang, CFO der Unternehmensgruppe Weidmüller gegenüber FINANCE. Doch die Mühe lohnt sich, ist er sich sicher. „In den Krisenjahren 2008 und 2009 mussten wir mit anschauen, wie unser Umsatz von 533 Millionen Euro auf 401 Millionen Euro einbrach“, erinnert sich Vogelsang. „Deshalb haben wir uns Ende 2009 gefragt, wie wir unter dem Eindruck  dieses unsicheren und komplexer werdenden Marktumfeldes sowohl unsere Antizipationsleistung als auch unsere Reaktionsqualität würden verbessern können. Da war die Szenariotechnik für uns genau richtig.“ Denn dadurch habe Weidmüller seine Wettbewerbsfähigkeit deutlich erhöht, ist Vogelsang überzeugt. „Wir konnten vom Aufschwung 2010 überproportional profitieren und haben im vergangenen Jahr unseren Umsatz signifikant auf über 600 Millionen Euro gesteigert.“ Diese Entwicklungen seien nicht zuletzt auf die Nutzung der Szenariotechnik zurückzuführen. Allerdings hat der gesamte Einführungsprozess einige Zeit in Anspruch genommen. „Wir haben 2009 mit der Konzeptentwicklung begonnen“, erinnert sich der Weidmüller-CFO. „Sechs Monate später war der Prozess erstmalig implementiert. Vollständig etabliert und damit abgeschlossen war das Projekt jedoch erst Ende vergangenen Jahres.“

Lesen Sie das ausführliche Interview mit dem Weidmüller-CFO Harald Vogelsang in der kommenden FINANCE-Ausgabe, die am 27. April 2012 erscheinen wird.

sabine.paulus(*)finance-magazin(.)de

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