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Deutsche Forfait warnt vor Insolvenz

Bei der Deutschen Forfait könnten die Lichter schon bald ausgehen.
iStock/Thinkstock/Getty Images

Der Exportfinanzierer Deutsche Forfait warnt vor der eigenen Insolvenz. Im Juli erklärte das Unternehmen, dass eine Kapitalerhöhung ihm nur 4 Millionen Euro in die Kasse gespült habe, und damit 6 Millionen Euro weniger als vorgesehen. Nur 45 Prozent der Aktien wurden damals platziert.

Jetzt gibt die Deutsche Forfait bekannt, dass auch die anschließenden Gespräche mit Investoren und Banken bisher zu keinem Ergebnis geführt haben. Die Deutsche Forfait wirbt bei den Anleihegläubigern darum, die eigenen Papiere „zu einem noch festzulegenden Preis“ einzutauschen. Das Geld könnte der Deutschen Forfait helfen, die Eigenkapitallücke – am 31. März lag sie bei 7,3 Millionen Euro – zu schließen.

Kommt es nicht zur Einigung, droht Deutscher Forfait die Insolvenz

Komme die Deutsche Forfait bis zum 28. September weder mit Investoren und Banken noch mit den Anleihegläubigern zu einer Einigung, „wird die Gesellschaft mit hoher Wahrscheinlichkeit die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragen müssen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Die Anleihe der Deutschen Forfait hat auf die Nachricht hin 14 Prozent nachgegeben und steht jetzt bei 37 Prozent. Die Gläubiger können sich also entscheiden, ob sie jetzt wenig Geld auf ihr Papier zurückbekommen wollen – oder in einigen Wochen womöglich gar nichts mehr.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de

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Lesen Sie alles über den kriselnden Exportfinanzierer auf unserer Themenseite Deutsche Forfait.