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Starkes Jahr für Private Equity

Gutes Jahr für PE-Investoren: Über 16 Prozent Wertzuwachs für Buy-outs.
Thinkstock / Getty Images

2012 war ein enorm starkes Jahr für PE-Investoren. Angetrieben von steigenden Umsätzen und Erträgen ihrer Portfoliounternehmen gelang es den PE-Investoren in Europa, im Schnitt eine Rendite einzufahren. Dies liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. Nach Angaben von Thomson Reuters gewannen europäische Buy-outs 2012 im Schnitt rund 16,1 Prozent an Wert. Die durchschnittliche jährliche Performance der vergangenen drei Jahre liegt bei 11,7 Prozent, auf Zehnjahressicht stellt sich die jährliche Rendite auf 10,9 Prozent.

Am besten schnitten die stark umstrittenen Mega Buy-outs und die mittelgroßen Buy-outs ab, die beide 2012 im Schnitt mehr als 17 Prozent an Wert gewannen. Schlusslicht sind die großen PE-Transaktionen mit einem Wertzuwachs von 10,5 Prozent. In Deutschland dominieren vor allem kleine und mittlere Deals das Private-Equity-Geschehen, zu großen Deals kommt es nur vereinzelt. 

Aktienmarkt holt gegenüber den PE-Investoren auf

Damit liegt die Rendite von Buy-out-Investments ein weiteres Mal höher als die der Venture-Capital-Investments , die 2012 um 11,1 Prozent zulegten. Im langjährigen Vergleich ist der Performance-Vorsprung der etablierten Unternehmen noch viel größer: Während Buy-outs auf Zehnjahressicht jährlich um 10,9 Prozent an Wert gewannen, liegt die Rendite von VC-Investments mit minus 0,5 Prozent sogar im negativen Bereich.

Auch gegenüber dem breiten Aktienmarkt hat Private Equity die Nase vorn – im Stoxx 600-Index der größten europäischen Aktien beträgt die jährliche Rendite der vergangenen zehn Jahre 7,1 Prozent. Allerdings hat der Stoxx 600 im vergangenen Jahr mit 18,7 Prozent noch ein wenig stärker zugelegt als die Buy-out-Deals.

Zu einem ähnlichen Ergebnis kommt auch eine auf viele Jahrzehnte angelegte wissenschaftliche Untersuchung des PE-Marktes durch Professor Oliver Gottschalg von der Pariser Hochschule HEC, die Gottschalg gemeinsam mit dem PE-Dachfonds Golding Capital im Frühjahr vorgelegt hatte. Für PE-Deals, die spätestens 2011 abgeschlossen wurden, hat Gottschalg gegenüber dem Aktienmarkt eine Outperformance („Alpha“) von 5,1 Prozentpunkten errechnet.