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Steilmann-Börsengang wackelt

Die Aktien bleiben im Regal: Modekonzern Steilmann hat Schwierigkeiten beim IPO.
Steilmann

Die Aktien des Modekonzerns Steilmann finden offenbar kaum Abnehmer. Eigentlich sollte am heutigen Donnerstag der Angebotszeitraum enden. Jetzt hat Steilmann die Frist um eine Woche verlängert.

Außerdem hat der Konzern die Anzahl der auszugebenden Aktien ohne Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) von 17 auf 12,5 Millionen Euro gekappt. Im Zuge einer Mehrzuteilung würden knapp 1,875 Millionen Aktien dazukommen. 

Steilmann will IPO am untersten Ende der Preisspanne durchziehen

Darüber hinaus muss Steilmann den Aktienpreis am untersten Ende der Spanne festlegen: Für 3,50 Euro wird eine Aktie des Konzerns zu haben sein. Die Spanne war mit einem oberen Ende von 5 Euro sehr breit gesetzt – offenbar, um dem schlimmsten Fall vorzubeugen, der bislang aber noch nicht eingetreten ist, die Absage des Börsengangs.

Durch die heute Mittag verkündeten Einschnitte reduziert sich der erwartete Bruttoerlös aus dem Börsengang auf gerade mal 50,3 Millionen Euro – sofern der Modekonzern tatsächlich an die Börse geht  und nicht in letzter Sekunde mangels Interesse der Aktionäre absagt.

Dass die Bewertungen der Textilbranche an der Börse zur Zeit niedrig sind, war schon vor dem IPO klar. Mit der nun festgelegten Bewertung würde sich Steilmann aber sogar deutlich in der unteren Hälfte der in Deutschland gelisteten Modehäuser einreihen.

florian.bamberg[at]finance-magazin.de