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Araber klagen wegen Ferrostaal-Übernahme gegen MAN

Der Streit zwischen dem Lkw-Bauer MAN und dem arabische Staatsfonds IPIC über den Industriedienstleister Ferrostaal landet vor einem Schiedsgericht. Der arabische Mehrheitseigentümer habe in dieser Woche eine Schiedsklage gegen den Münchener Konzern eingereicht, um den Erwerb von 70 Prozent an der von einem Schmiergeldskandal erschütterten Ferrostaal rückgängig zu machen, erklärte ein MAN-Sprecher. Der Investor aus Abu Dhabi wolle damit seine Interessen wahren und eine Verjährung möglicher Ansprüche zum 1. Oktober vermeiden. Die Araber fühlen sich von MAN nicht ausreichend über den Korruptionsskandal informiert.

 

Der Firmensprecher bestätigte damit entsprechende Berichte der Frankfurter Allgemeine Zeitung und des Handelsblatt. Er zeigte sich jedoch überzeugt, dass MAN eine sichere Rechtsposition besitze. Von einer Rückabwicklung des Geschäftes gehe MAN daher nicht aus. “Wir sind in Gesprächen und sind zuversichtlich, dass wir eine einvernehmliche Lösung finden.” IPIC hat laut Handelsblatt kein Interesse an einer Rückabwicklung, sondern will vielmehr nachträglich den Kaufpreis von 700 Millionen Euro drücken. MAN müsse sich auf eine saftige Nachzahlung einstellen, berichtet das Blatt unter Berufung auf Verhandlungskreise. Neben einem Wertabschlag auf Ferrostaal könnte IPIC die aus dem Schmiergeldskandal drohende Geldstrafe auf den Konzern abwälzen.

 

Die Araber, die vor zwei Jahren 70 Prozent von Ferrostaal gekauft hatten, hatten sich zuletzt geweigert, die übrigen 30 Prozent wie geplant am Jahresanfang zu übernehmen. Als Grund führten sie die laufenden Korruptionsermittlungen beim Essener Konzern an. Laut FAZ soll eine Einigung nun bis Ende des Jahres gefunden werden.

 

Quelle: Reuters

 

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