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Axel Springer-Konzern sieht sich für Zukäufe gut gerüstet

Der Medienkonzern Axel Springer sieht sich für weitere Übernahmen gut gerüstet. “Wir haben genügend Geld für alle Käufe, die ich für realistisch halte”, sagte Finanzchef Lothar Lanz der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Frische Mittel erwartet das Unternehmen aus dem geplanten Verkauf eigener Aktien an der Börse. Zusätzlich zum Erlös daraus könne Springer noch rund 500 Millionen Euro an Nettoschulden aufnehmen, rechnete Lanz vor. “Für eine besonders attraktive Akquisition könnte man auch etwas darüber hinausgehen, zumal die dann ja auch Gewinn bringt”, sagte er. Dafür gebe es derzeit aber keine Pläne.

 

Mit der vorgesehenen Veräußerung eigener Anteilsscheine am Markt soll der Streubesitz erhöht und die Springer-Aktie damit für Investoren attraktiver gemacht werden. Angestrebt ist ein Aufstieg in die zweite Börsenliga: den MDax der mittelgroßen Werte. “Die Kriterien erfüllen wir jetzt schon. Wenn wir dann noch die Aktien an die Börse bringen, verdoppelt sich die Zahl der Aktien, die frei gehandelt werden”, erläuterte der Finanzvorstand. Springer hoffe auf eine MDax-Aufnahme bereits im September. Zu der Aktienplatzierung solle es noch in diesem Jahr kommen, sagte Lanz.

 

Wie andere Medienunternehmen profitierte Springer zuletzt von der Erholung der Werbemärkte. Der Herausgeber der “Bild”-Zeitung erwartet für das laufende Jahr ein Rekordergebnis. Zurückhaltend äußerte sich Lanz zur Ausschüttung an die Aktionäre. “Ob auch wieder eine Steigerung der Dividende möglich ist, lässt sich noch nicht sagen”, führte er aus.

 

Quelle: Reuters

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