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BDI verlangt schärfere Transparenzregeln

(sar) Der BDI fordert von der Regierung gesetzliche Schritte, um das heimliche Anschleichen bei der Übernahme von Unternehmen zu erschweren. Das berichtet das Handelsblatt unter Berufung auf einen Brief, den BDI-Hauptgeschäftsführer Werner Schnappauf an die Bundesministerien für Finanzen, Wirtschaft und Justiz geschickt hat. Der Verband schlage eine gesetzliche Generalnorm vor, die die rechtlichen, faktischen und wirtschaftlichen Zugriffsmöglichkeiten eines Investors auf Aktien und Stimmrechte erfassen soll. Zudem soll die Regierung ungedeckte Leerverkäufe dauerhaft verbieten. Heimliches Anschleichen hatte es unter anderem bei der geplanten Übernahme von Volkswagen durch den Stuttgarter Autohersteller Porsche gegeben. Dieser hatte im Oktober 2008 überraschend seinen Anteil an Volkswagen auf 75 Prozent aufgestockt (mehr dazu: Porsche hält 74,9 Prozent an VW). Den Zugriff auf die Aktien hatte Porsche sich über cash-gesettelte Optionen gesichert. Auch der Autozulieferer Schaeffler bei Continental sowie der Finanzdienstleister AWD bei der Übernahme von MLP waren ähnlich vorgegangen (siehe auch: Schaeffler will Continental übernehmen und Spekulationen um MLP-Übernahme).

 

Quellen: Handelsblatt, FINANCE

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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