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Bewertungseffekte drücken DBAG 2011 in die Verlustzone

(mco) Die Deutsche Beteiligungs AG (DBAG) hat das Geschäftsjahr 2011 (Ende 31.10.2011) mit einem Verlust abgeschlossen. Ein Konzernergebnis von rund 18 Millionen Euro im ersten Halbjahr wurde durch Verluste von rund 34 Millionen Euro im zweiten Halbjahr überkompensiert, so dass das Private Equity-Haus mit einem Verlust von 16,6 Millionen Euro abschloss. 2010 betrug der Gewinn 34,1 Millionen Euro. Die Verluste gingen auf die Bewertung der Multiples aus den nicht-börsennotierten Portfoliounternehmen zurück sowie auf den Kurssturz der Homag-Aktie. Die DBAG ist an dem Holzmaschinenunternehmen mit 16,8 Prozent beteiligt. Der Schwerpunkt der DBAG-Beteiligungen liegt im zyklischen Sektor Maschinenbau. CEOWilken von Hodenberg betonte, dass es sich um keine realisierten Verluste handelt. Er kündigte an, bei Homag weiter investiert bleiben zu wollen.

Durch das Ergebnis fiel die Eigenkapitalrendite je DBAG-Aktie 2011 auf -6,2 Prozent (12,7 Prozent). Im Zehnjahresdurchschnitt beträgt diese jetzt 11,2 Prozent. Als Dividende für das Geschäftsjahr schlug der Konzern 0,80 Euro pro Aktie vor. Der Vorschlag basiert auf dem Bilanzgewinn nach HGB von 24,8 Millionen Euro. Konzernweit berichtet der Konzern seit 2003 nach IFRS. Das Eigenkapital sank auf 280 Millionen Euro (316). Der Konzern verfügt über einen Cash-Saldo von 120 Millionen Euro.

Für 2012 zeigte sich von Hodenberg verhalten positiv. Er sehe keine gigantischen Wachstumsraten, erwarte aber auch keine schweren Krisen.

Im Dezember hatte die DBAG aus dem aktuellen DBAG Fonds V den Flugzeugbau-Automatisierungshersteller Brötje (Deutsche Beteiligungs AG erwirbt Brötje-Automation von Claas) und den Klimaanlagenhersteller für Busse Spheros (Deutsche Beteiligungs AG übernimmt Spheros) erworben. Im Sommer wurde der Pharmaverpackungsmaschinenhersteller Romaco (Deutsche Beteiligungs AG übernimmt Romaco-Gruppe) übernommen. Verkauft wurden die Anteile an Preh (“Deutsche Beteiligungs AG verkauft Preh-Anteil an Joyson Electronic”: www.peopleanddeals.de/article/14504/deutsche-deteiligungs-ag-verkauft-preh-an-joyson-electronic) und Heim&Haus (Management Buy-Out bei Heim & Haus International).

Derzeit behinderten die knappen Akquisitionsfinanzierungen die Dealaktivität. Es seien nur Clubdeals möglich, sagte von Hodenberg. Ab Sommer rechne er mit der Rückkehr der bis dahin rekapitalisierten Banken in den LBO-Markt. Von Hodenberg betonte, er wolle die zurückhaltende Investitionspolitik der DBAG fortsetzen. Seit Bestehen hätte die DBAG im Schnitt 1,4 Transaktionen pro Jahr vorgenommen. Im Durchschnitt habe die DBAG 2,8 Mal „ihr Geld“ verdient. Die letzten Transaktionen seien etwas dahinter zurück geblieben.

 

Quellen: DBAG, FINANCE

 

 

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