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Biotechkonzern Qiagen übernimmt australische Diagnostikfirma

(sap) Das Biotechunternehmen Qiagen übernimmt die australische Diagnostikfirma Cellestis für rund 355 Millionen US-Dollar in bar. Der Vorstand von Cellestis hat der Transaktion, die Ende des zweiten oder Anfang des dritten Quartals abgeschlossen sein soll, bereits zugestimmt, teilte Qiagen in der Nacht auf Montag mit. Qiagen bietet 3,55 australische Dollar je Cellestis-Aktie, was einem Aufschlag von knapp 20 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom Freitag entspricht. Die Cellestis-Vorstände, die direkt und indirekt rund 27 Prozent der Cellestis-Aktie halten, wollen ihre Papiere Qiagen zufolge verkaufen. Auch die Firmengründer Anthony Radford und James Rothel wollen sich den Angaben zufolge von ihren Anteilen in Höhe von bis zu 20 Prozent trennen. Die restlichen Aktionäre sollen auf einer außerordentlichen Hauptversammlung im Juni über das Angebot von Qiagen abstimmen. Auch der Cellestis-Aufsichtsrat und die australischen Behörden müssen die Transaktion noch genehmigen.

 

Mit der Übernahme erweitert Qiagen sein Angebot. Das Biotechunternehmen, das seinen Hauptsitz in Hilden bei Düsseldorf hat, war bislang auf molekulare Tests auf Basis von DNA und RNA spezialisiert. Mit der neuartigen QuantiFeron-Technologie von Cellestis kann die Firma künftig nun auch prämolekulare Tests anbieten, mit denen Krankheiten früher und genauer nachgewiesen werden können. Qiagen will nach Abschluss der Transaktion, den Vertrieb ausbauen, um Cellestis-Tests künftig auch auf den eigenen Laborgeräten anbieten zu können. Deshalb werde der bereinigte Gewinn je Aktie 2011 leicht verwässert werden, kündigte das Unternehmen an. Ab 2012 solle sich das Umsatz- und Gewinnwachstum dank der Übernahme dann aber beschleunigen. Der Umsatz der Cellestis-Produkte werde dann zweistellig wachsen und der bereinigte Gewinn je Aktie um 2 bis 3 US-Cent steigen. In dem Ende Juni abgeschlossenen Geschäftsjahr 2009/10 erzielte Cellestis einen Umsatz von rund 40 Millionen australische Dollar. Der Betriebsgewinn stieg um ein Viertel auf gut 10 Millionen australische Dollar.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

 

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