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Blackstone kauft Schenck von IK Investment

IK Investment hat nach zehn Jahren einen Käufer für den Mess- und Verfahrenstechnikspezialisten Schenck Process gefunden: den US-Finanzinvestor Blackstone.
milanvirijevic/iStock/Thinkstock/Getty Images

Der Private-Equity-Investor IK hat den Darmstädter Mittelständler Schenck Process an den börsennotierten Finanzinvestor Blackstone verkauft. Das teilte IK am Donnerstagmittag mit. Zum Verkaufspreis äußerte sich ein IK-Sprecher gegenüber FINANCE nicht. Laut Recherchen der FAZ liegt das Dealvolumen zwischen 700 und 800 Millionen Euro. Beim Einstieg 2007 hatte IK für Schenck etwas mehr als 400 Millionen Euro gezahlt.
 
Schenck schreibt einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro. Mit Blackstone steigt nun ein börsennotierter Asset-Management-Gigant über seinen Private-Equity-Arm bei dem Mittelständler ein.

IK will bei Schenck Process schon länger aussteigen

Schon 2012 hatte IK versucht, das Darmstädter Industrieunternehmen zu verkaufen, dies scheiterte aber offenbar an den Preisvorstellungen des Finanzinvestors. Jetzt schafft IK nach zehn Jahren den Exit – deutlich länger als die durchschnittliche Haltedauer eines Portfoliounternehmens von fünf bis sieben Jahren.

Zwischendurch schien auch einmal ein Börsengang auf die Agenda zu rücken. Viel Aufmerksamkeit erfuhr in diesem Zusammenhang die Verpflichtung des börsenerfahrenen Ex-Norma-Finanzchefs Othmar Belker vor rund zwei Jahren. Doch nach nur zwei Monaten legte Belker sein CFO-Mandat wieder nieder, was Zweifel an der Börsenreife Schencks nährte.

Blackstone zuletzt mit schlechten deutschen Beteiligungen

Der neue Schenck-Eigentümer Blackstone machte in Deutschland in den vergangenen Jahren überwiegend durch schlecht laufende Beteiligungen Schlagzeilen – allen voran mit dem Investment bei dem Outdoorausrüster Jack Wolfskin, den Blackstone schließlich in diesem Juli an die Gläubiger übergeben musste. Auch den Folienhersteller Klöckner Pentaplast hatten 2012 die Kreditgeber von Blackstone übernommen.

Im Juli legte auch Blackstones seit 2010 amtierender Deutschlandchef Axel Herberg sein Amt nieder. Einen Nachfolger gibt es zunächst nicht, das hiesige Geschäft wird aus London gesteuert. Der dort ansässige Managing Director Jürgen Pinker schreibt dem deutschen Markt laut Pressemeldung „eine anhaltend hohe Bedeutung“ zu. Pinker soll auch die treibende Kraft hinter der Übernahme von Schenck gewesen sein. Die Branche dürfte jetzt neugierig darauf blicken, ob der Finanzinvestor hierzulande wieder Erfolge verbuchen kann.

redaktion[at]finance-magazin.de

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