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Bundesfinanzminister Schäuble: „Rascher Ausstieg des Bundes bei der Commerzbank wünschenswert“

(anb) Bundesfinanzminister Schäuble fordert einen raschen Ausstieg des Bundes bei der Commerzbank. Gegenüber dem Handelsblatt sagte Schäuble: „Wir haben überhaupt nicht die Absicht, zu lange Anteilseigner der Commerzbank zu sein. Die Bank zeigt ja eine erfreuliche Entwicklung. Also je schneller wir wieder raus sind, desto besser.“ Wie schnell die Rückzahlung der Staatshilfen erfolgen könnte, ließ Schäuble jedoch offen.

 

Die Hilfen für die von der Finanzkrise betroffenen Banken seien grundsätzlich nicht dauerhaft angelegt, sagte ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums am Montag in Berlin. Wann die stillen Beteiligungen aufgelöst werden könnten, hänge nicht „nur vom Willen des Bundes ab, sondern vor allem Dingen ja auch von der Ertragslage der betroffen Institute“. In diesem Zusammenhang seien auch Interview-Äußerungen von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble zu verstehen.

 

Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hatte dagegen bereits Anfang August gesagt, dass er sich bei der Commerzbank eine Rückzahlung in spätestens drei Jahren erhoffe. Bei den Landesbanken werde der Rückzug dagegen noch einige Jahre dauern, obwohl es wünschenswert wäre, wenn es in dem Sektor bald zu einer Konsolidierung käme, sagte Brüderle weiter. Lesen Sie hierzu auch: Bundeswirtschaftsminister Brüderle will in spätestens drei Jahren aus der Commerzbank aussteigen.

 

Dem Deutschen Staat gehören seit der Finanzkrise 25 Prozent der Anteile an der Commerzbank. Die zweitgrößte Bank Deutschlands erhielt damals 18,2 Milliarden Euro, nachdem sie sich mit der Übernahme der Dresdner Bank in Schwierigkeiten gebracht hatte. Das Management der Bank, die in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben will, versicherte wiederholt, die staatlichen Milliarden spätestens ab 2012 zurückzahlen zu wollen.

 

Quellen: Handelsblatt, Reuters, FINANCE

 

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