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CD&R verkauft Mauser für 2,3 Milliarden Dollar

M&A-Deal statt Börsengang: Clayton, Dubilier & Rice verkauft die Mauser Gruppe für 2,3 Milliarden Dollar an SCI.
dina2001/Thinkstock/Getty Images

Der Industrieverpackungshersteller Mauser wird erneut verkauft: In dem Dual-Track-Verfahren hat sich das Private-Equity-Haus Clayton, Dubilier & Rice (CD&R) gegen den Börsengang in den USA und für einen Verkauf an die Industrieholding  Stone Canyon Industries (SCI) entschieden. SCI tätigt den Zukauf über die Tochter BWAY und bewertet das Unternehmen bei der Bar-Transaktion mit 2,3 Milliarden US-Dollar (rund 2,15 Milliarden Euro).

Damit hat sich die Transaktion für CD&R gelohnt: Der Investor war im Mai 2014 bei der Mauser Gruppe eingestiegen, damals als dritter Private-Equity-Investor in Folge. CD&R hatte bei seinem Einstieg 1,7 Milliarden Dollar gezahlt, nach dem damaligen Wechselkurs entsprach dies etwa 1,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2015 hatte CD&R sich der Agentur Reuters zufolge zudem Sonderdividenden über insgesamt rund 185 Millionen Euro auszahlen lassen. 

Clayton, Dubilier & Rice hatte Mauser-IPO geplant

Zuletzt hatte CD&R parallel einen Börsengang in den USA vorbereitet. Mit dem IPO hätte Mauser bis zu 319 Millionen Dollar eingesammelt. Nach der Erstnotiz wäre rund ein Drittel der Aktien im Streubesitz gewesen, der gesamte Börsenwert von Mauser hätte bei gut 1 Milliarde Dollar gelegen.

Mauser beschäftigte 2015 rund 4.500 Mitarbeiter und machte einen Umsatz von 1,4 Milliarden Euro. Reuters zufolge sitzt das Unternehmen allerdings auf einem Schuldenberg, der im September noch bei 1,3 Milliarden Euro gelegen haben soll. Für 2016 erwartet Mauser demnach ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von bis zu 227 Millionen Euro. Nach eigenen Angaben hat CD&R bei Mauser in den vergangenen Jahren seit seinem Einstieg einen Umsatzanstieg von jährlich 9 Prozent und ein Ebitda-Wachstum von 15 Prozent erreicht.

Bei dem Verkauf hat Latham & Watkins den Private-Equity-Investor beraten. Die Bank of America Merrill Lynch und die Citigroup waren als Finanzberater für CD&R tätig. Goldman Sachs war Finanzberater für den Käufer SCI, Gibson, Dunn & Crutcher hat diesen rechtlich beraten.

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