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DBAG reicht Formel D an 3i weiter

Formel D unterstützt Autohersteller und Automobilzulieferer beim Qualitäts- und Prozessmanagement. Bald befindet sich das Unternehmen in der zweiten Private-Equity-Hand.
Wavebreakmedia Ltd/Thinkstock/Getty Images

Der Höhenflug der Deutschen Beteiligungs AG ( DBAG) geht weiter: Für einen nicht genannten Preis verkaufen die Frankfurter den Industriedienstleister Formel D an den Private-Equity-Investor 3i. Formel D unterstützt vor allem Autohersteller und Automobilzulieferer beim Qualitäts- und Prozessmanagement. Seit dem Einstieg der DBAG vor vier Jahren hat sich die Mitarbeiterzahl auf 7.000 verdreifacht.

Einen genauen Kaufpreis nannten die beiden Finanzinvestoren nicht, jedoch gibt 3i an, bis zu 247 Millionen Euro Eigenkapital investieren zu wollen. Dies lässt auf einen Kaufpreis von mindestens 500 Millionen Euro schließen. Da eine solche Summe auch für 3i vergleichsweise hoch ist, beabsichtigen die Briten, nach dem Closing Co-Investoren an Bord zu holen, um so ihr Eigenkapitalinvestment auf rund 150 Millionen Euro zu senken. Formel D erwirtschaftetet zuletzt einen Umsatz von 250 Millionen und ist unter der Ägide der DBAG nach Angaben des Finanzinvestors jedes Jahr um über 20 Prozent gewachsen. 

3i will für Formel D in den USA und Asien zukaufen

Die Rendite, die die DBAG auf das Investment in Formel D einfährt, dürfte enorm hoch sein. Als die Beteiligungsgesellschaft den Industriedienstleister Anfang 2013 im Rahmen einer Nachfolgeregelungen von den Gründungsgesellschaftern erwarb, wurde Formel D Marktkreisen zufolge mit weniger als 100 Millionen Euro bewertet.

3i will nun die Internationalisierungsstrategie von Formel D vorantreiben. In der Tatsache, dass Formel D immer noch 75 Prozent der Umsätze in Europa erzielt, erkennen die Briten „reichlich Wachstumschancen in Asien und den USA“, wie es in einer Pressemitteilung heißt – „auch durch M&A-Transaktionen“. 

DBAG: Drei Exits in drei Monaten, Aktie auf 15-Jahres-Hoch

Formel D ist für die DBAG schon der dritte Exit in den vergangenen drei Monaten: Im Februar verkauften die Frankfurter das französische Portfoliounternehmen FDG und erst Anfang voriger Woche den Maschinenbauer Romaco an einen Chinesen

Nach dem Exit bei Romaco hatte die börsennotierte DBAG bereits ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr deutlich angehoben. Diese Zielvorgabe ist jetzt schon wieder obsolet: „In unserer neuen Prognose war der Ergebnisbeitrag aus dem Exit von Formel D noch nicht berücksichtigt gewesen“, schreibt die DBAG. Finanzchefin Susanne Zeidler und Vorstandschef Torsten Grede können sich über einen weiteren Kursanstieg freuen, der die DBAG-Aktie auf ein Fünfzehnjahreshoch treibt.

philipp.habdank[at]finance-magazin.de

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