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EnBW: Kommunale Minderheitseigner bleiben Zünglein an der Waage

(elb) Beim Stromversorger EnBW bleibt die Stimmparität zwischen dem Land Baden-Württemberg und dem kommunalen Teilhaber OEW bestehen. Land und OEW haben vorerst vereinbart, ihre Stimmenparität zu wahren. Für den Fall, das andere Aktionäre auf das Übernahmeangebot des Landes eingehen, müsste das Land die Hälfte der so erworbenen Aktien an die OEW weiterverkaufen. Zu dem Übernahmeangebot ist das Land durch das Aktienrecht verpflichtet, nachdem es 45 Prozent der EnBW-Anteile von EdF erworben hat. Mehr hierzu unter: Baden-Württemberg kauft EnBW-Anteile. Bedeutende Verkäufe durch kleinere Aktionäre zeichnen sich derzeit aber ohnehin nicht ab. Die Verbandsversammlung der Aktionäre des kommunalen Neckar Elektrizitätsverbands (NEV) hat beschlossen, das obligatorische Übernahmeangebot des Landes nicht anzunehmen. Nach den Worten von NEV-Geschäftsführer Klaus Kopp werden voraussichtlich auch die anderen komunalen Verbände den Großteil ihrer Aktien behalten. Zusammen verfügen sie über knapp 6 Prozent. “Wir wollen das Zünglein an der Waage bleiben”, sagt Kopp. Dem OEW und dem Land gehören jeweils 45 Prozent an EnBW. Die kommunalen Aktionäre werden damit bei Deutschlands viertgrößtem Stromkonzern eine klare Machtposition behalten. Für die neue grün-rote Landesregierung bleiben die Möglichkeiten daher begrenzt, im Unternehmen durchzuregieren.

 

Quellen: FTD, FINANCE

 

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