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EU genehmigt Umbauplan für verstaatlichte Bankengruppe ABN Amro

(sap) Die Europäische Kommission hat den Umbauplänen der verstaatlichten Bankengruppe ABN Amro zugestimmt. Die Genehmigung erfolgte unter der Vorgabe, dass das Institut künftig von Zukäufen absieht und im Privatkundengeschäft bestimmte Margen erzielt. Wenn sich das Institut an diese Bedingungen halte, werde die Gruppe langfristig und ohne Finanzhilfen überleben, teilte EU-Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia mit. Es ist wohl davon auszugehen, dass ABN Amro 2014 wieder an die Börse geht.

 

ABN Amro war vor Jahren vom heimischen Konkurrenten Fortis gekauft worden. Als dieser dann in der Finanzkrise auseinander brach, übernahm der niederländische Staat die Macht bei den niederländischen Teile des Fortis-Konzerns, darunter die Fortis Bank Nederland und einen Großteil der zuvor von Fortis übernommenen Anteile an der Großbank ABN Amro. Zuvor war die Übernahme durch die Royal Bank of Scotland, Fortis und Banco Santander geplatzt.

 

Auf Druck der EU-Kommission machte die niederländische Regierung im Herbst 2009 den Weg für den Verkauf von Teilen der ABN Amro an andere Banken frei, um eine Beschränkung des Wettbewerbs zu verhindern. Die Deutsche Bank übernahm in diesem Rahmen die Mittelstandsbank Hollandsche Bank Unie (HBU) und andere Teile von der verstaatlichten Bank ABN Amro. Mehr hierzu unter: Deutsche Bank wird doch noch neue Eigentümerin von ABN-Amro-Teilen.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

 

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