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FINANCE exklusiv: Repower erwägt Übernahme von Zulieferern

(mih) Der in puncto Akquisitionen bislang äußerst zurückhaltende Windturbinenhersteller Repower Systems ist bereit für Übernahmen. „Zukäufe sind für uns sicher eine Option“, sagte Vorstandschef Fritz Vahrenholt (Bild) gegenüber dem FINANCE-Magazin. Bei der Targetsuche konzentrieren sich die Hamburger auf Unternehmen, die einen anderen Teil der Wertschöpfungskette abdecken als die Produktion von Turbinen und die Komplettmontage von Anlagen. Zu den Komponentenzuliefern der Windturbinenhersteller gehören unter anderem Getriebe- und Rotorblattproduzenten sowie Hersteller von Glas- und Carbonfaserstrukturen, aus denen die Rotoren gefertigt werden.

An große Fusionen zwischen zwei Endherstellern glaubt Vahrenholt hingegen nicht: „Da sprechen alleine schon kartellrechtliche Gründe dagegen.“ Schon eine Fusion zwischen Repower, der aktuellen Nummer Sieben am Markt, und dem dänischen Weltmarktführer Vestas wäre nach Vahrenholts Ansicht nicht mehr möglich. Stattdessen rechnet er damit, dass große Anlagenbaukonzerne die noch verbliebenen unabhängigen Turbinenanbieter nach und nach übernehmen könnten. Zu den börsennotierten, unabhängigen und damit gefährdeten Anbietern gehören vor allem Vestas, Gamesa und die ebenfalls deutsche Nordex. „An die Technologie kommt man nur über Akquisitionen heran“, sagte Vahrenholt als Begründung. Der frühere Shell-Manager und Umweltsenator der Stadt Hamburg erwartet, dass langfristig nur fünf bis sechs große Anbieter übrig bleiben werden: Vestas, Gamesa, General Electric, Siemens, Enercon, Repower und eventuell noch ein chinesischer Anbieter.

 

 

 

Quelle: FINANCE

 

 

 

 

 

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