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Gläubiger übernehmen Walter Services

(akm) Im Streit zwischen den Eigentümern und den Gläubigern des finanziell angeschlagenen Caller-Center-Betreibers Walter Services ist es nun zu einer Lösung gekommen. Ralf Kogeler hatte sein Amt als Vorstandsvorsitzender vor kurzem niedergelegt und verliert nun auch seine 26 Prozent an dem Unternehmen, berichtet das Handelsblatt. Die Gläubiger HIG Capital und Anchorage haben 95 Prozent der Anteile übernommen. Im Gegenzug erhalten die bisherigen Gesellschafter wie der Finanzinvestor Odewald & Compagnie, Kogeler sowie eine nicht näher benannte Familienholding lediglich fünf Prozent der Anteile. Eine finanzielle Entschädigung gibt es nicht.

 

HIG Capital und Anchorage hatten im Februar damit begonnen, den Banken von Walter Services deren Kredite von rund 150 Millionen Euro abzukaufen – mit einem Abschlag von rund 80 Prozent. Anschließend verlangten die Finanzinvestoren von den Eigentümern die Herausgabe der Anteile zum Nulltarif. Als diese sich sträubten, zogen die US-Fonds ihr Pfandrecht und kündigten für gestern eine öffentliche Versteigerung der Aktien von Walter an. Für den Finanzinvestor Odewald ist die Lösung bitter. Denn er verliert den größten Teil der 40 Prozent, die er an Walter hielt. Der Investor stieg 2008 bei Walter Services ein. Das Übernahmevolumen lag bei 330 Millionen Euro. Das Unternehmen übernahm dabei eine hohe Schuldenlast. Dann entwickelte sich das Geschäft anders als geplant. Der Umsatz von Walter fiel zwischen 2008 und 2010 von 227 auf weniger als 190 Millionen Euro. Das Ebitda fiel von 31,7 auf 5,7 Millionen Euro. Die Investoren mussten bereits 16 Millionen Euro nachschießen, um das Unternehmen zu stützen. Auch die sind nun verloren.

 

Quellen: Handelsblatt, F.A.Z., FINANCE

 

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