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Grossaktionär Michael Pieper reduziert Forbo-Beteiligung

(sap) Grossaktionär Michael Pieper hat seine Beteiligung am Belags- und Klebstoffhersteller Forbo über eine Aktienplatzierung auf 25,1 Prozent reduziert. Die Großbank UBS platzierte am Freitag für die von Pieper gehaltene Franke Artemis Gruppe 172.000 Aktien bei Investoren zu einem Kurs von 438 Schweizer Franken. Bislang hielt Pieper 31,4 Prozent der Anteile an dem Belags- und Klebstoffhersteller.

 

Als Grund für den Aktienverkauf gab Franke das laufende Aktienrückkaufsprogramm von Forbo an, nach dessen Beendigung und der entsprechenden Kapitalherabsetzung die Franke Artemis Gruppe mehr als ein Drittel am Unternehmen halten würde. Bei einer Beteiligung über 33-1/3 Prozent hätte die Unternehmensgruppe nach dem Börsengesetz jedoch ein Übernahmegebot für das gesamte Unternehmen stellen müssen. Eine weitere Reduzierung der Forbo-Beteiligung sei jedoch nicht geplant, hieß es weiter.

 

Die Franke Artemis Gruppe hält neben dem Küchenbauer Franke weitere Beteiligungen an den Industriefirmen AdvalTech und Feintool sowie am Textilmaschinen- und Autoteilehersteller Rieter. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, fragten sich Unternehmensbeobachter nun, ob Pieper mit dem Verkaufserlös von 70 bis 80 Millionen Schweizer Franken den Kauf der bisher von Forbo gehaltenen Rieter-Aktien finanzieren wolle. Der CEO der Franke Artemis Gruppe übernahm Mitte April von Forbo rund 6 Prozent der Rieter-Aktien und hält nun gut 10 Prozent an dem Textilmaschinen- und Autoteilehersteller. Forbo wiederum reduzierte durch diesen Verkauf seinen Anteil an Rieter auf unter 3 Prozent. Der Belags- und Klebstoffhersteller hatte durch diese Transaktion nach eigenen Angaben rund 90 Millionen Schweizer Franken erlöst.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

 

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