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Grossnigg an Einstieg bei S&T interessiert

Der österreichische Investor Erhard Grossnigg will offenbar beim Wiener IT-Dienstleister S&T einsteigen. Wie das Nachrichtenmagazin Format berichtet, könnte Grossnigg demnach 51 Prozent der Aktien übernehmen: Einerseits jene 22 Prozent, die S&T-Chef Thomas Streimelweger an die Hypo Alpe Adria (12 Prozent) und die Investkredit (10 Prozent) verpfändet habe, andererseits die 29 Prozent, die die insolvente Kärntner AvW hält.

 

Grossnigg wolle später “noch aufstocken” und 2011 sämtliche S&T-Anteile an die KDDI Corporation weiterverkaufen, nach NTT Japans zweitgrößter Telekommunikationskonzern. Grossnigg würde bis zu 12 Euro pro Aktie zahlen, die am Donnerstag bei 8,20 Euro notierte, schreibt das “Format”. Zugleich biete er einen Besserungsschein an – die Aktie lag 2007 bei 59 Euro. An sich müsste Grossnigg bei Übernahme der Mehrheit den übrigen Aktionären ein Übernahmeangebot machen, hoffe aber, dieser Pflicht zu entgehen. Dazu wolle er sich auf eine Klausel im Gesetz berufen, wonach bei Restrukturierungsfällen nicht unbedingt ein Übernahmeangebot gelegt werden muss. Grossnigg nehme derzeit eine Due Diligence bei S&T vor und wolle den Kauf mit Eigenkapital finanzieren.

 

Streimelweger würden sechs Prozent der S&T-Anteile bleiben, die Capitalbank wäre mit 9 Prozent künftig hinter Grossnigg zweitgrößter Aktionär. Streimelweger habe bei Hypo Kärnten und Investkredit 12,7 Mio. Euro Schulden, schreibt Format, zusätzlich schulde er der Hypo Niederösterreich knapp 4 Mio. Euro, die im März 2011 fällig seien.

 

Grossnigg habe jeden Kommentar verweigert, Streimelweger habe bestätigt, dass er mit Grossnigg gesprochen habe “so wie mit mehreren anderen Interessenten”, schreibt das Nachrichtenmagazin. Bei der Halbjahresbilanz Ende Juli hatte Streimelberger davon gesprochen, dass es fünf Interessenten für das AvW-Paket der S&T-Aktien gebe. Alles seien strategische Investoren, ein Finanzinvestor sei nicht darunter, sagte er damals.

 

Quelle: APA

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