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H.I.G. Capital übernimmt 30 Prozent vom Grünen Punkt

(akm) Beim Verpackungsmüll-Entsorger Duales System Deutschland (DSD) ist der britische Finanzinvestor H.I.G. Capital mit im Boot. Der Investor halte nach der Übernahme des Grünen Punkts rund 30 Prozent der Anteile, meldet die Nachrichtenagentur Reuters. Die britische Beteiligungsgesellschaft Solidus hatte im November die Übernahme des DSD vom Investor KKR im Rahmen eines Management-Buyouts bekanntgegeben, den Namen des Mit-Eigentümers aber noch nicht enthüllt (mehr: KKR verkauft DSD). In der endgültigen Eigentümerstruktur würden die fünf Investoren um den Solidus-Initiator Philippe von Stauffenberg 55 Prozent am DSD halten, H.I.G. rund 25 Prozent und das Management um Stefan Schreiter etwa 20 Prozent, hieß es weiter.

Finanzkreisen zufolge hatten die Investoren einen niedrigen dreistelligen Millionenbetrag für das DSD gezahlt. KKR hatte vor sechs Jahren 260 Millionen Euro ausgegeben und wird weiterhin einen kleinen Minderheitsanteil an dem Entsorger halten. Der Investor hatte das im Zuge der Verpackungsverordnung vor 20 Jahren als Selbsthilfeorganisation von Handel und Industrie entstandene DSD zu einem auf Profit ausgerichteten Unternehmen umgebaut. KKR hatte das Unternehmen mit der Maßgabe übernommen, Wettbewerb auf dem Markt zuzulassen. Daher sinken Umsätze und Marktanteile: Das DSD kommt noch auf gut 50 Prozent Marktanteil. Im vergangenen Jahr ging der Umsatz auf rund 600 Millionen Euro zurück, drei Jahre zuvor waren es noch 850 Millionen.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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