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Hessen soll Börsenfusion verbieten

(sek) Die Fusion mit der New Yorker Börse NYSE Euronext ist nach Überzeugung des Betriebsrates der Deutschen Börse noch nicht in trockenen Tüchern. Nach einem Gutachten des Magdeburger Rechtsexperten Ulrich Burghard müsse die hessische Börsenaufsicht die geplante Fusion der New Yorker Börse mit der Deutschen Börse zwingend untersagen. Burghard argumentiert, die Deutsche Börse sei kein „gewöhnliches Privatunternehmen“, sondern vom Land Hessen beauftragt worden, die Frankfurter Wertpapierbörse zu betreiben und damit Staatsaufgaben wahrzunehmen. Aus diesem Grund habe die Deutsche Börse die Pflicht, sich weiterzuentwickeln und Konflikte zwischen Aktionären und Öffentlichkeit zu umgehen. Das wäre aber nach der Fusion nicht mehr möglich. Auch wenn die Holding des geplanten Konzerns in den Niederlanden säße, würde sie von New York aus wie ein amerikanisches Unternehmen gesteuert. Deshalb sagt Burghard: „Im Konzerninteresse dürfte das herrschende Unternehmen, die Alpha Beta Netherlands Holding NV, der Deutschen Börse auch nachteilige Weisungen erteilen und die Deutsche Börse daher nach Belieben schädigen.“

 

Quellen: dpa-AFX, FINANCE

 

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