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Hochtief-Aufsichtsrat berät in Sondersitzung über ACS-Offerte

Der Aufsichtsrat des größten deutschen Baukonzerns Hochtief berät am Montag Finanzkreisen zufolge über Abwehrmaßnahmen gegen ACS. Eine Konzernsprecherin bestätigte am Mittwoch, dass sich die Aufseher zu einer außerordentlichen Sitzung treffen, um über das vom Vorstand als nicht willkommen eingestufte Kaufangebot des Großaktionärs zu diskutieren. Beschlüsse werde es am Montag aber noch nicht geben, sagten mehrere mit der Situation vertraute Personen.

 

In dem Gremium könnte durchaus intensiv diskutiert werden, denn im Hochtief-Aufsichtsrat sitzen auch die ACS-Vertreter Angel Garcia Altozano und Marcelino Fernandez Verdes. Der ebenfalls zu dem Kontrollgremium gehörende Ex-Conti-Chef Manfred Wennemer steht Finanzkreisen zufolge ACS nahe. Hochtief hatte deshalb Vorkehrungen getroffen, um im Ringen mit ACS rasch agieren zu können. Innerhalb des Aufsichtsrats wurde ein Ausschuss eingerichtet, der rasch Entscheidungen vorbereiten soll. ACS-Vertreter gehören dem Gremium Finanzkreisen zufolge nicht mit an.

 

Hochtief arbeitet an einer Reaktion auf die ACS-Offerte und wird dabei von Goldman Sachs, der Credit Suisse und der Deutschen Bank beraten. Das Team werte alle verfügbaren Informationen aus und prüfe “alle Optionen”, hatte ein Hochtief-Sprecher gesagt.

 

ACS hat ein Übernahmeangebot für Hochtief vorgelegt – doch die Offerte des spanischen Konzerns ist nicht willkommen. “Wo für Hochtief und vor allem seine Aktionäre die Vorteile liegen sollen, erkennen wir nicht, und dies hat auch ACS noch nicht dargelegt”, hatte Hochtief-Chef Herbert Lütkestratkötter gesagt.

 

Quelle: Reuters

 

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