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HVB: 87 Anfechtungsklagen gegen HV-Beschlüsse

(vev) Der HypoVereinsbank (HVB) werden in Kürze 87 Klageverfahren von mehr als 100 Klägern zugestellt, sagte ein Sprecher des Landgerichts München. Zu den prominentesten Klägern gehören die beiden führenden Kleinaktionärsvereinigungen DSW und SdK. Sie kritisieren den ihrer Ansicht nach viel zu geringen Zwangsabfindungspreis von 38,26 Euro je HVB-Aktie, den Unicredit den Kleinaktionären bezahlen will.

Die HVB sieht sich derzeit mit verschiedenen Klagen konfrontiert. Bereits gegen die Beschlüsse der Hauptversammlung vom Herbst 2006 zum Verkauf der Bank-Austria-Gruppe an Unicredit für 13,6 Milliarden Euro gab es 48 Anfechtungsklagen. In einer ersten Anhörung regte ein Richter an, dass Unicredit 4 bis 5 Milliarden Euro mehr an die HVB bezahle. Damit würden auch die Kleinaktionäre eine höhere Abfindung erhalten. Zudem klagen angelsächsische Fonds gegen die HVB, sie verlangen 17 Milliarden Euro Schadensersatz.

Zu den Besonderheiten der jüngsten Anfechtungsklagen gehört, dass Unicredit einen Beschluss der HVB-Kleinaktionäre verhindern will. Sie hatten durchgesetzt, dass ein externer Experte nochmals alle Bewertungsvorgänge durchleuchtet.

 

Quellen: FTD, FINANCE

 

 

 

 

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