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Insolvenzverwalter verlangt 100 Millionen Euro für Märklin

Märklin-Insolvenzverwalter Michael Pluta stellt an einen Käufer für den Modellbahnbauer hohe Anforderungen. “Potenzielle Investoren müssen ein Finanzierungsvolumen von rund 100 Millionen Euro darstellen, wobei der Kaufpreis bei mindestens 60 Millionen Euro liegt”, sagte Pluta am Freitag anlässlich der Spielwarenmesse in Nürnberg. Außerdem müssten die beiden Standorte Göppingen bei Stuttgart und Györ in Ungarn erhalten werden. Die Arbeitsplätze der 1020 Mitarbeiter seien sicher, betonte Pluta. Er hatte den Standort Nürnberg geschlossen, 400 Stellen waren weggefallen.

 

Die Gläubiger haben nach früheren Angaben 110 Millionen Euro Forderungen angemeldet. Der US-Konkurrent Lionel hat Kreisen zufolge Interesse an Märklin, will aber keine Standortgarantien abgeben. Einem Zeitungsbericht zufolge wollen auch Investoren wie Sun Capital bieten.

 

Märklin hatte vor einem Jahr Insolvenz angemeldet, weil die Banken keine neuen Kredite mehr hatten geben wollen. Eigentlich sollte das Traditionsunternehmen bis zum Herbst verkauft sein, Pluta betonte nun jedoch, er sehe sich unter keinem Zeitdruck. Märklin, zu dem auch die Marken Trix und LGB gehören, habe trotz eines Umsatzrückgangs auf 111 (2008/09: 128) Millionen Euro im Geschäftsjahr 2009/10 (April bis Januar) einen Rekordgewinn von 12,4 Millionen Euro vor Zinsen und Steuern erwirtschaftet, sagte Pluta. Angesichts der Produktneuheiten sehe er “2010 beim Umsatz Steigerungspotenzial”, sagte Pluta. Der Export solle ausgebaut und Spielwarenhändler als Absatzkanäle zurückgewonnen werden.

 

Quelle: Reuters

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