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Insolvenzverwalter will deutsche Petroplus-Raffinerie verkaufen

(sap) Der Insolvenzverwalter Michael Jaffe sucht für die deutsche Petroplus-Raffinerie einen neuen Investor. Zunächst gehe es darum, Geld aufzutreiben, um den Betrieb weiterzuführen, erklärte Jaffe auf einer Betriebsversammlung am Mittwoch nach Angaben von Teilnehmern. Die bayerische Raffinerie war bisher vollständig von der Versorgung durch die Schweizer Konzernmutter abhängig, die am Dienstag nach dem Scheitern von Gesprächen mit den Banken Insolvenz angemeldet hatte. Zugleich hatte Petroplus regelmäßig die Liquidität aus Ingolstadt abgezogen, so dass dort keine Finanzmittel vorhanden seien, wie Jaffe mitteilte. Deshalb war auch für die Deutschland-Tochter Insolvenzantrag gestellt worden. Nach Angaben des Insolvenzverwalters soll es schon erste Interessenten für eine Übernahme geben. Die frühere Esso-Raffinerie, die Petroplus 2007 erworben hatte, gilt neben dem britischen Schwesterbetrieb in Coryton als das Filetstück des insolventen Konzerns. Petroplus war bislang der größte konzernunabhängige Raffineriebetreiber in Europa, allein die deutsche Tochter erzielte 2010 einen Umsatz von mehr als 4,2 Milliarden Euro.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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