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Intralinks: Wieder mehr M&A-Deals in Vorbereitung

Intralinks erwartet eine Zunahme an M&A-Deals.
iStock / Thinkstock / Getty Images

Der Analyse von Intralinks zufolge lag die Anzahl der M&A-Deals im Frühstadium im zweiten Quartal 2013 um 14 Prozent über dem Vorjahreswert. In der Region EMEA stieg der Index im Jahresvergleich sogar um 23 Prozent. Besonders viele Transaktionen im frühen Stadium verzeichnen die Studienautoren in dieser Region in den Bereichen Real Estate, im Freizeit- und im Technologiesektor. Da der Indikator M&A-Deals vor Veröffentlichung in der Due Diligence Phase umfasst, gilt er als Indikator für die weitere Entwicklung am M&A-Markt. Allerdings kommen nicht alle Transaktionen aus den frühen Phasen letztlich tatsächlich an den Markt. Bei den angekündigten Transaktionen herrschte zuletzt weiterhin Flaute: Intralinks verzeichnete weltweit für das zweite Quartal 1.450 Transaktionen (ein Rückgang von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr) im Gesamtwert von 445,5 Milliarden US-Dollar (ein Minus von 15 Prozent).

Die deutlichen Wachstumsraten bei M&A-Deals im frühen Stadium lassen nun auf ein lebhafteres zweites M&A-Halbjahr 2013 hoffen. „Die zweite Jahreshälfte 2013 sollte für die meisten Bereiche ein großes Volumen angekündigter M&A-Geschäfte bringen, sogar in Gebieten wie Europa, wo die ökonomische Unsicherheit noch anhält. Nach einigen durchwachsenen Quartalen sehen wir jetzt klare Anzeichen für eine kräftige Erholung des M&A-Sektors“, sagt Matt Porzio, Vice President M&A Strategy und Product Marketing bei Intralinks.

Deutschland als M&A-Zielland beliebt

Den Autoren zufolge nutzen Kaufinteressenten M&A als Mittel, um sich gegen schwache Wirtschaftsphasen in einzelnen Regionen abzusichern. Auf der Verkaufsseite treten der Studie zufolge weiterhin große Konzerne auf, die sich von nicht zum Kerngeschäft gehörenden Bereichen trennen. Weit vorne liegen Transaktionen in Märkten die als stabil gelten – und davon profitiert auch der deutsche M&A-Markt. In der Eurozone tut sich Deutschland als beliebtes Ziel für M&A-Deals hervor, den Daten zufolge stieg die Anzahl an Transaktionen hierzulande im Vergleich zum Vorquartal um 35 Prozent. „Gerade in einer Zeit der noch immer nachwirkenden Krise ist Deutschland mit seiner exportgeleiteten Erfolgsgeschichte für Investoren wie ein sicherer Hafen“, sagt Oliver Manojlovic, Sales Director, Strategic Transactions CEE bei Intralinks. 124 Transaktionen im Wert von 36,8 Mrd. US-Dollar wurden demnach hierzulande im zweiten Quartal publik. Besonders bemerkenswert: An sieben der zehn größten M&A-Deals des vergangenen Quartals waren ausländische Käufer beteiligt. Auch die größte angekündigte Transaktion des Quartals in der Region EMEA spielt sich in Deutschland ab, es ist die geplante Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone.

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