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Kabel BW lockt vorwiegend Finanzinvestoren an

(sap) An dem zum Verkauf stehende Kabelnetzbetreiber Kabel Baden-Württemberg sind hauptsächlich Finanzinvestoren interessiert. Mindestens fünf Gebote seien beim Eigentümer EQT eingegangen, sagten mehrere mit dem Prozess vertraute Personen der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Demnach haben die Beteiligungsgesellschaften CVC, Cinven, Hellman & Friedman und Providence ihr Interesse bekundet. Lediglich ein Unternehmen aus der Branche hat daneben ein Angebot abgegeben. Der US-Kabelkonzern Liberty Global, der 2009 den Wettbewerber Unitymedia gekauft hatte, sei ebenfalls interessiert, sagten die Unternehmensbeobachter. Die Kaufpreise sollen Bieterkreise zufolge bei rund 2,5 Milliarden Euro liegen. EQT hatte Kabel BW im Jahr 2006 für 1,3 Milliarden Euro vom Wettbewerber Blackstone übernommen.

 

In den nächsten Wochen will der Finanzinvestor EQT den Kreisen zufolge Gebote aussieben. Noch hat er aber nicht entschieden, ob er Kabel BW tatsächlich verkauft. „Wir haben weiter drei Optionen: Verkauf, Börsengang oder Behalten“, wird ein EQT-Sprecher zitiert. Finanzkreisen zufolge könne noch vor Ostern ein Börsengang über die Bühne gehen. Knackpunkt hierbei sei die Bewertung: EQT peile mindestens 3 Milliarden Euro an, was etwa dem Zehnfachen des operativen Gewinns von 2010 entspreche, sagte ein Insider. „Wenn das beim Verkauf nicht herumkommt, geht’s an die Börse, wenn das Marktumfeld mitspielt.“ Kabel BW und die Bieter äußerten sich nicht zum Stand des Verfahrens. Die Deutsche Bank und JP Morgan begleiten den Prozess für den Finanzinvestor EQT.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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