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Karstadt-Rettung: Elf Städte stellen Bedingungen

(sar) Der Verzicht der Kommunen auf die Gewerbesteuereinnahmen von Karstadt ist immer noch nicht endgültig geklärt. Zwar wollen nur vier der 94 Karstadt-Standorte definitiv nicht auf die Steuern verzichten, elf weitere Kommunen hätten ihre Verzichtsbescheide jedoch um politische Forderungen nach Standort- und Arbeitsplatzerhalt geknüpft. Wie Reuters berichtet, müsse nun geprüft werden, ob dies als rechtsverbindlicher Verzicht gewertet werden kann.

Einige Städte hatten erst vor wenigen Tagen ihren Verzicht auf die Einnahmen erklärt, darunter Köln und Duisburg (lesen Sie hierzu auch: Duisburg berät neu über Karstadt-Steuer). Laut Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sind die Bedingungen des Insolvenzplans, nach denen 98 Prozent der Kommunen auf die Gewerbesteuer verzichten müssen, knapp erfüllt. Dies gilt allerdings nur, wenn die prinzipielle Verzichtserklärung der elf Kommunen, die Bedingungen gestellt haben, mit gewertet werden. Dem Bericht zufolge hat Görg daher etwa die Stadt Hannover aufgefordert, bis zum 1. Juni zu bestätigen, dass ihre Bekundungen als unbedingter Verzicht zu verstehen seien. Andernfalls müsse er die Aussagen als Ablehnung werten, was einen Karstadt-Verkauf gefährden würde. Am Montag entscheidet das Gericht in Essen, ob der Insolvenzplan in Kraft treten kann, andernfalls wird die Kaufhauskette zerschlagen.

Als Kaufinteressenten gelten der Investor Nicolas Berggruen, dessen Offerte nach eigenen Angaben vom Textil-Unternehmer Max Azria unterstützt wird, der deutsch-schwedische Finanzinvestor Triton sowie laut Branchenkreisen das Vermieter-Konsortium Highstreet unter Führung von Goldman Sachs.

 

Quellen: Reuters, Der Neue Kämmerer

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