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Kreise: Finanzinvestor kann Lkw-Zulieferer Jost behalten

Der Finanzinvestor Cinven muss den hessischen Lkw-Zulieferer Jost Kreisen zufolge nun doch nicht an die Gläubiger abgeben. Die Beteiligung von Cinven werde im Zuge der sich abzeichnenden Einigung nur auf 65 von 73 Prozent sinken, wie zwei mit dem seit mehr als einem Jahr dauernden Tauziehen Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters sagten. Das Management des Unternehmens aus Neu-Isenburg hielte dann noch 20 statt 27 Prozent. Der Rest fällt demnach an die Nachrang-Gläubiger, die ihr Mezzanine-Kapital von 87 Millionen Euro in eine 15-Prozent-Beteiligung umwandeln. Ein Stillhalteabkommen für Jost läuft am Freitag aus.

 

Cinven hatte Jost vor zwei Jahren vom Rivalen Silverfleet Capital gekauft und dem Unternehmen dafür 430 Millionen Euro an Verbindlichkeiten aufgebürdet. Die Finanzierung war von ING, BNP Paribas und Societe Generale übernommen worden. Vor Jahresfrist hatte es so ausgesehen, als müsse der Investor Jost ganz aufgeben. Doch in der wirtschaftlichen Erholung hat der Eigentümer wieder Oberwasser bekommen. Jost habe die Hälfte des drastischen Umsatzeinbruchs in der Krise wieder aufgeholt und peile 2010 rund 300 Millionen Euro Umsatz an.

 

Cinven, das Management und die Nachrangkapitalgeber sollen der Einigung zufolge 50 Millionen Euro Kapital nachschießen, die den übrigen Gläubigern zugutekommen, bei denen Jost mit 300 Millionen Euro in der Kreide steht. “Die Einigung mit den Vorrang-Gläubigern war ein großer Schritt, hoffentlich kann die Sanierung noch in diesem Monat abgeschlossen werden”, sagte ein Beteiligter. Cinven wollte sich zu dem Prozess nicht äußern.

 

Quelle: Reuters

 

 

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