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Kuvertiermaschinenbauer Böwe Systec im zweiten Anlauf verkauft

Der insolvente Kuvertiermaschinenhersteller Böwe Systec bleibt in deutscher Hand. Der Lübecker Mischkonzern Possehl sprang als Käufer in die Bresche und übernimmt das Augsburger Unternehmen mit sofortiger Wirkung, wie Insolvenzverwalter Werner Schneider am Dienstag mitteilte. Der Verkauf an die Beteiligungsgesellschaft Axentum Capital war gescheitert, weil die Schweizer nicht zahlten. Possehl zahle aber weniger als der abgesprungene Investor, erklärte Schneider. Er prüfe deshalb Schadenersatzansprüche gegen Axentum (dazu: Käufer von insolventem Maschinenbauer Böwe kann nicht zahlen).

 

Possehl übernimmt zunächst nur das Geschäft in Deutschland, Europa und Japan mit 1200 Mitarbeitern, hat aber eine Kaufoption für das große US-Geschäft und die schwedische Tochter Lasermax. Die nun verkaufte, aus der Insolvenzmasse der börsennotierten AG herausgelöste Böwe Systec GmbH setzt 150 Millionen Euro um. Vor der Insolvenz hatte Böwe weltweit 3300 Menschen beschäftigt. Das Familienunternehmen Possehl erwirtschaftet mit 7000 Beschäftigten einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro überwiegend im Handel.

 

Böwe war durch eine ehrgeizige Expansion in die USA in Schieflage geraten. Als in der Rezession die Nachfrage einbrach, reichten die Einnahmen nicht mehr aus, um den Schuldenberg von rund 150 Millionen Euro zu bedienen.

 

Quelle: Reuters

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