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M&A-Deals: Chorus Clean Energy, Nordsee, Bosch

Der Betreiber von Solar- und Windenergieanlagen Chorus Clean Energy schließt sich mit dem Branchenkollegen Capital Stage zusammen.
Chorus Clean Energy

Chorus Clean Energy und Capital Stage fusionieren

Chorus Clean Energy, ein Betreiber von Solar- und Windenergieanlagen, schließt sich mit Capital Stage zusammen. 94,42 Prozent der Chorus-Aktionäre haben das Übernahmeangebot angenommen, was über 26 Millionen Chorus-Aktien entspricht. Das Umtauschverhältnis lag bei fünf Capital-Stage-Aktien gegen drei Chorus-Aktien. Demnach hat Capital Stage mehr als 43 Millionen neue Aktien ausgegeben. Nach der Übernahme will das fusionierte Unternehmen in den MDax aufsteigen.

Fast-Food-Kette Nordsee sucht Käufer

Die Fast-Food-Kette Nordsee soll für 300 Millionen Euro einen neuen Eigentümer finden, wie Reuters unter Berufung auf Insider berichtete. Die bisherigen Eigentümer Heiner Kamps und Theo Müller haben demnach offenbar bereits die Investmentbank GCA Altium beauftragt, Interessenten zu finden.

Der Umsatz von Nordsee belief sich 2015 auf rund 360 Millionen Euro. Die Bewertung der Restaurantkette soll bei mindestens 10x Ebitda liegen. Trotzdem interessieren sich offenbar nicht nur Wettbewerber, sondern auch Finanzinvestoren für das Unternehmen.

Bosch kauft ITK Engineering

Der Autozulieferer Bosch übernimmt das Unternehmen ITK Engineering, das auf technische Individualsoftware spezialisiert ist. ITK erzielte mit 800 Mitarbeitern zuletzt einen Umsatz von 67 Millionen Euro.

Wie viel Bosch für ITK zahlt, ist nicht bekannt. Allerdings wird der Softwarebereich, in dem das Unternehmen tätig ist, für Fahrerassistenzsysteme und vernetzte Autos immer wichtiger. Die Kartellbehörden müssen dem M&A-Deal noch zustimmen. ITK hatte Lincoln International, Hermes & Giebeler unter Leitung von Reinhard Hermes sowie Bux Otto & Nückles und Salger als Berater mandatiert. Für Bosch waren die Kanzlei Gleiss Lutz unter Leitung von Jochen Tyrolt, Schönherr unter Federführung von Sascha Hödl tätig.

Holtzbrinck veräußert MyHammer

Der Medienkonzern Holtzbrinck hat mit MyHammer.de eine weitere Digitalbeteiligung verkauft. Käufer der Anteile in Höhe von rund 70,1 Prozent ist das nordamerikanische Unternehmen HomeAdvisor, das mehrere Dienstleistungsportale betreibt. Zudem kauft HomeAdvisor auch zwei Darlehen mit einem Gesamtvolumen von mehr als 2 Millionen Euro, die Holtzbrinck MyHammer.de über seine Digitaltochter gewährt hatte. Bei dem Verkauf wurde Holtzbrinck Digital durch CatCap begleitet. Auch die Kanzlei CMS Hasche Sigle war unter Leitung von Maximilian Grub für Holtzbrinck tätig.

M&A-International-Mitglieder schließen sich zusammen

Die Mitgliedsunternehmen des Beraternetzwerks M&A International schließen sich zu Oaklins, einer neuen, weltweit tätigen Beratung, zusammen. In der neuen Gruppe sollen die Beratungshäuser unter einer gemeinsamen Marke auftreten. Nach eigenen Angaben entsteht damit das größte internationale Beratungshaus für M&A im Mittelstand. Zusammengenommen erzielen die Berater ein Transaktionsvolumen von knapp unter 10 Milliarden Euro.

Ardian kauft Weber Automotive

Der PE-Investor Ardian hat das Familienunternehmen Weber Automotive aus Markdorf am Bodensee übernommen. Weber beschäftigt 1.300 Mitarbeiter und hat den Umsatz seit 2011 von 74 auf 306 Millionen Euro verdoppelt. Der Kaufpreis wurde nicht genannt. Ardian wurde von der Kanzlei Wilkie Farr & Gallagher beraten.

Neuer Investor für Online-Spiele-Anbieter InnoGames

Der Hamburger Anbieter von Online-Spielen, InnoGames, hat einen neuen Großinvestor. Das schwedische Medienhaus Modern Times Group (MTG) übernimmt 35 Prozent der Anteile und sichert sich die Option auf weitere 16 Prozent. InnoGames wächst nach eigenen Angaben seit Jahren um 20 Prozent und erzielt eine Ebitda-Marge von ebenfalls rund 20 Prozent. Als Unternehmenswert wurden 260 Millionen Euro angesetzt. Damit bewerten die Schweden InnoGames mit 2,1x Umsatz und 10,4x Ebitda, jeweils auf Basis der erwarteten Werte für 2016. Die InnoGames-Gründer wurden durch die Kanzlei Norton Rose Fulbright unter Federführung von Holger Scheer sowie durch Graef Rechtsanwälte beraten. Für MTG waren die schwedische Kanzlei Hamilton und ein Team von Ashurst um Matthias von Oppen tätig.

M&A-Personalien

Die Kanzlei Allen & Overy verliert den M&A-Anwalt Michael Ulmer und seinen Kollegen Oliver Seiler. Während Ulmer zu Gottlieb Steen & Hamilton nach Frankfurt wechselt, wechselt der Kapitalmarktspezialist Seiler zu Latham & Watkins.

Christian Rodorff wechselt als Counsel zu King & Wood Mallesons. Der 41-Jährige kommt von PwC Legal, wo er zuletzt Senior Manager im Bereich Gesellschaftsrecht und M&A war. Vor seinem Einstieg bei PwC im Jahr 2015 war er für P+P Pollath + Partners tätig.

Sechs ehemalige Partner von Rödl & Partner haben in Nürnberg die neue Kanzlei Theopark gegründet. Alexander Saueracker, Rainer Schaaf, Jürgen Siegl, Mathias Becker, Gernot Giesecke und Michael Krumwiede beraten schwerpunktmäßig in den Bereichen M&A, Insolvenz- und Vertriebsrecht.

Die Bauer Media Group hat mit Philipp Meixner erstmals einen Chief Investment Officer bestellt. Der 37-Jährige ist künftig für die M&A-Aktivitäten sowie Venture-Capital-Investitionen der Gruppe verantwortlich. Meixner wechselt von ProSiebenSat.1, wo er Investment Director für den Digitalbereich war. Zu Beginn seiner Karriere arbeitete er in einer internationalen Investmentbank sowie für eine Managementberatung.

Weitere M&A-Deals

Der chinesische Halbleiterkonzern San’an Optoelectronics hat bestätigt, dass es Verhandlungen über eine mögliche Kooperation mit oder Übernahme von Osram gebe. Über Preise sei jedoch noch nicht gesprochen worden. Es bestehe auch noch keine bindende Vereinbarung.

Der Zeitarbeitskonzern House of HR hat die deutsche TimePartner-Gruppe übernommen. TimePartner erzielte 2015 rund 260 Millionen Euro Umsatz. Mit der Übernahme steigt der Umsatz von House of HR auf über 1 Milliarde Euro. Der M&A-Deal soll Ende des Jahres abgeschlossen werden. Die Freigabe der Wettbewerbshüter steht noch aus. Als Berater waren Lincoln, EY und AFR tätig. Die Geschäftsführung von TimePartner hatte P+P Pöllath + Partners unter Federführung von Benedikt Hohaus sowie EY als Berater beauftragt. Für Naxicap waren Accuracy, Heuking Kühn Lüer Wojtek sowie Lydian tätig.

Delacamp, ein Händler von Zubehör für Drucker und Kopierer, hat den Polymer-Geschäftsbereich von dem Hamburger Unternehmen Convena erworben. Als Berater hatte Delacamp Angermann M&A International mandatiert.

Der Schweizer Sprengstoffkonzern SSE kauft das europäische Sprengstoffgeschäft des australischen Konzerns Orica. Durch den M&A-Deal steigert SSE seinen Umsatz um rund 45 Millionen Euro. Als Berater waren ein Team von Friedrich Graf von Westphalen & Partner unter Leitung von Sven Ufe Tjarks in Zusammenarbeit mit der Schweizer Kanzlei Kellerhals Carrard, der polnischen Kanzlei DZP Domanski Zakrzewski Palinka und der tschechischen Kanzlei bpv Braun für SSE tätig. Als steuerliche Berater hatte SSE Bansbach Schübel Brösztl & Partner mandatiert. Zudem war The Corporate Finance Group beratend tätig.

H.I.G. Capital hat seine Anteile an Losberger, einem Anbieter von Raumlösungen, an den PE-Investor Gilde Buy Out Partners veräußert. Die Verkäuferseite wurde durch Lincoln International bei dem Verkauf beraten.

Der Immobilieninvestor ActivumSG hat 94 Prozent an der auf Seniorenimmobilien spezialisierten WI-Immogroup erworben. Die WI-Immogroup erwirtschaftet einen Jahresumsatz von rund 90 Millionen Euro. ActivumSG wurde durch die Wirtschaftskanzlei Noerr unter Federführung von Felix Blobel beraten.

Der Medienkonzern ProSiebenSat.1 hat gemeinsam mit dem Wachstumsinvestor General Atlantic in das Onlineportal KäuferPortal investiert. Beide Käufer werden jeweils 42 Prozent der Unternehmensanteile halten. Die Unternehmensgründer Robin Behlau und Mario Kohle behalten die restlichen Anteile. Die Wettbewerbshüter müssen den M&A-Deal noch freigeben. ProSiebenSat.1 und General Atlantic hatten Ebner Stolz  unter Federführung von Armand von Alberti die Wirtschaftskanzlei Milbank, Tweed, Hadley & McCloy als Berater mandatiert. Das Team leitete Martin Erhardt.

Das chinesische Unternehmen Tianjin Keyvia Electric hat zwei deutsche Eisenbahntöchter der britischen Balfour Beatty Gruppe übernommen. Tianjin hat je 100 Prozent an Rail Power Systems und Balfour Beatty Rail Signal erworben. Der Deal ist bereits abgeschlossen. Berater von Tianjin ist Beiten Burkhardt unter Federführung von Philipp Cotta.

Der Investor Verdane hat über seinen Fonds Verdane Capital IX für über 30 Millionen Euro die Technologieunternehmen Searchmetrics, Smava und Hornetsecurity übernommen. Bei der Transaktion wurde Verdane durch die Kanzlei White & Case unter Federführung von Matthias Kiesewetter beraten.

Die Industrieholding Adcuram hat im Zuge einer Nachfolgeregelung 90 Prozent der Anteile an der Vitrulan-Gruppe, einem Hersteller von Wand- und Deckenbelägen, erworben. Der bisherige Mehrheitseigner hält weiterhin 10 Prozent an den operativen Gesellschaften Vitrulan Textile Glass und Vitrulan Technical Textiles. Er bleibt außerdem Geschäftsführer. Vitrulan erzielt einen Jahresumsatz von rund 60 Millionen Euro. Die Verkäuferseite wurde bei dem Deal durch Beiten Burkhardt unter Federführung von Detlef Koch beraten.

Der Medienkonzern Bertelsmann hat über sein Tochterunternehmen Relias Learning die US-Unternehmen Swank Healthcare und AHC Media übernommen, die Fortbildungen für Krankenhäuser und Arztpraxen anbieten. Bertelsmann will im Bildungsgeschäft sowohl organisch als auch durch Zukäufe weiter zu wachsen.

Der Chemikalienhändler Brenntag kauft das Schmierstoffgeschäft des New Yorker Unternehmens Noco. Den Kaufpreis gab Brenntag nicht bekannt. Der Umsatz der Sparte dürfte sich für das aktuelle Geschäftsjahr auf 209 Millionen US-Dollar belaufen, so die Nachrichtenagentur Dow Jones.

Die Deutsche Börse und die London Stock Exchange (LSE) müssen im Rahmen ihrer Fusion möglicherweise Geschäftsteile veräußern, um die kartellrechtliche Freigabe der EU-Kommission zu erhalten. Diese Einschätzung äußerte der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gegenüber der "Wirtschaftswoche". Demnach könnten etwa die Terminbörse Eurex und das Clearing-Geschäft betroffen sein.

Die EU-Kommission prüft einen M&A-Deal in der Zementbranche genauer. HeidelbergCement und Schwenk wollen das kroatische Tochterunternehmen des mexikanischen Baustoffkonzerns Cemex, Cemex Croatia, kaufen. Allerdings befürchtet die Kommission, dass die Firmen durch den Deal zu viel Marktmacht in Kroatien erlangen.

Der Lebensversicherer Swiss Life übernimmt den britischen Immobilieninvestor Mayfair Capital Management. Mayfair verwaltet ein Vermögen von rund 1 Milliarde Euro. Die Übernahme soll bis zum Jahresende abgeschlossen werden.

Die Industrieholding Greiffenberger trennt sich von ihrer Beteiligung an BKP Berolina Polyester in Höhe von 75 Prozent. Das Unternehmen führt den Teilkonzern BKP von Greiffenberger, der auf Kanalsanierungstechnologie spezialisiert ist. Ein Tochterunternehmen der T3 Holding kauft die Anteile.

Die Dutech Holdings mit Sitz in Singapur hat über zwei Tochterunternehmen den Geschäftsbetrieb des Technologieunternehmens Metric übernommen. Der Kaufpreis liegt im einstelligen Millionenbereich. Zudem übernimmt der neue Eigentümer nach eigenen Angaben zahlreiche Mitarbeiter. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Metric einen Umsatz von rund 70 Millionen Euro. An der Restrukturierung des Unternehmens war Manuel Sack von der Kanzlei Brinkmann & Partner beteiligt. Sachwalter während der Sanierung war Rainer Eckert von der Sozietät Eckert. Zudem begleitete Acxit Recovery Management den Prozess.

Das österreichische Technologieunternehmen S&T will eine strategische Partnerschaft mit dem taiwanesischen Unternehmen Foxconn eingehen, um bei dem Minicomputerhersteller Kontron einzusteigen. S&T strebt eine Beteiligung an Kontron in Höhe von 29,9 Prozent an. Den Kauf finanziert S&T über eine Barkapitalerhöhung, in deren Rahmen das Foxconn-Tochterunternehmen Ennoconn sich an S&T beteiligt hat. Zudem hält Ennoconn nach dem Zukauf weiterer Aktien insgesamt 29,4 Prozent an S&T und ist somit neuer Hauptaktionär.

Der schwedische Medienkonzern Modern Times Group (MTG) hat 35 Prozent der Anteile an dem Hamburger Spieleentwickler Innogames erworben. Verkäufer sind die Gründer von Innogames sowie der ehemalige Investor Eight Roads Ventures. Dem M&A-Deal liegt eine Unternehmensbewertung von 260 Millionen Euro zugrunde. Zudem hat MTG die Option, weitere 16 Prozent zu erwerben. Die Kartellbehörden müssen der Transaktion noch zustimmen.

Der Dämmstoffhersteller Armacell hat sämtliche Anteile an dem brasilianischen Unternehmen Polipex erworben, das ebenfalls Dämmstoffe herstellt. Armacell baut mit dem Deal seine Produktion in Südamerika aus. Polipex erwirtschaftete 2015 einen Umsatz von rund 12 Millionen Euro.

Die Angebotsfrist für Interessenten des Flughafens Hahn wurde laut dpa um eine Woche bis zum 28. Oktober verlängert. Grund dafür waren Anfragen mehrerer Bieter, die um mehr Zeit für die Abgabe verbindlicher Angebote gebeten hatten. Derzeit gibt es 13 Interessenten für den Flughafen.

Der Radhersteller Mefro Wheels sucht offenbar einen Käufer. Laut der Nachrichtenagentur Dow Jones hat Mefro Macquarie für den Verkaufsprozess beauftragt. Ein M&A-Deal könnte bis zu 200 Milionen Euro einbringen, so Reuters unter Berufung auf mit der Sache vertrauten Personen.

Die Polytec Holding hat sämtliche Anteile an dem ungarischen Unternehmen Ratipur übernommen. Im Rahmen einer Partnerschaft hatte Polytec bereits früher 24 Prozent an Ratipur erworben. Verkäufer der übrigen Anteile sind unter anderem die Geschäftsführer von Ratipur. Das Unternehmen wird als Polytec Komlo weitergeführt. Der Umsatz von Ratipur beläuft sich auf rund 7,5 Millionen Euro.

julia.schmitt[at]finance-magazin.de

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