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M&A-Deals: Infront, Hugo Boss, Brenntag

Das Chemieunternehmen Brenntag stärkt seine Präsenz in Indien.
Brenntag

EU gibt E-Plus-Übernahme durch Telefónica frei

Telefónica Deutschland hat in dieser Woche von der EU-Kommission die finale Freigabe für die Übernahme der E-Plus-Gruppe vom niederländischen Telekommunikationskonzern KPN erhalten. Eine Vereinbarung mit Drillisch ebnete den Weg für die Entscheidung. Telefónica Deutschland hatte sich im Zuge des kartellrechtlichen Freigabeprozesses bereit erklärt, vor Abschluss des M&A-Deals 20 Prozent seiner Kapazitäten im Mobilfunknetz an Drillisch zu verkaufen. Zudem hat Drillisch die Möglichkeit, bis zu 10 Prozent zusätzlicher Netzwerkkapazität zu erwerben. Einen entsprechenden Vertrag haben die Mobilfunkunternehmen unterzeichnet. Die EU Kommission habe bestätigt, dass diese Vereinbarung die Maßnahmen enthält, die zur Erteilung der Freigabe erforderlich waren, meldete Telefónica Deutschland. Auf CFO Rachel Empeykommt nun Arbeit zu: Im nächsten Schritt will Telefónica die entsprechenden Kapitalmaßnahmen zur Finanzierung der Transaktion vornehmen, kündigte das Unternehmen an. Man sei „zuversichtlich, den Erwerb während des dritten Quartals abzuschließen“.

PE-Investor Bridgepoint verkauft Infront

Drei Jahre nach dem Einstieg will PE-Investor Bridgepoint den Sportrechtevermarkter Infront Sports & Media wieder verkaufen. Wie das Unternehmen gegenüber FINANCE mitteilt, braucht es frisches Geld für seine Expansionsstrategie – Bridgepoint kann das aus seinen aktuellen Fonds nicht mehr zur Verfügung stellen. Bei seinem Kauf im Jahre 2011 hatte der Investor 550 Millionen Euro hingelegt.

PE-Investor KKR verkauft Versatel an United Internet

Die Nachricht kam unerwartet: Nicht Vodafone oder die Deutsche Telekom haben das Kabelunternehmen Versatel von PE-Investor KKR übernommen, sondern United Internet. Der Telekommunikationskonzern aus Montabaur hat den Kaufpreis von 586 Millionen Euro in bar sowie die Ablösung der Nettobankschulden über 361 Millionen Euro aus neuen Krediten finanziert. Für KKR, der Versatel vor 3 Jahren übernommen hatte, hat sich das ordentlich gelohnt: Der Investor erzielte ein Money Multiple von 2,9 auf sein eingesetztes Eigenkapital von 176 Millionen Euro.

Kinnevik und Rocket gründen E-Commerce-Plattform

AB Kinnevik, Rocket Internet und weitere große Investoren haben einen globalen Anbieter für E-Commerce gegründet. Dazu wurden die fünf regionalen Internetmodeunternehmen Dafiti (Lateinamerika), Jabong (Indien), Lamoda (Russland), namshi (Mittlerer Osten) und Zalora (Südostasien und Australien) zur Fashion Group GFG zusammengelegt. Beraten wurde die Transaktion von einem Noerr-Team unter der Leitung von Christian Pleister, Tobias Koppmann und Sascha Leske. Fast alle Anteilseigner bringen ihre Anteile in die neue Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg ein. Die drei größten sind Kinnevik (25,1 Prozent), Rocket Internet (23,5 Prozent) und Access Industries (7,4 Prozent). Die schwedische Beteiligungsgesellschaft Kinnevik ist stark engagiert in der E-Commerce-Branche. Sie ist auch größter Anteilseigner beim Modeversender Zalando, der erst vor wenigen Tagen angekündigt hat, an die Börse zu gehen. Kinnevik ist auch größter Aktionär bei Rocket Internet, dass sich erst kürzlich mit United Internet einen weiteren Investor an Bord geholt hat. Der Deal muss noch von den zuständigen Behörden genehmigt werden. Das Closing wird gegen Ende 2014 erwartet.

Fraport kauft Flughafen Ljubljana

Fraport verstärkt sich in Slowenien: Für 177,1 Millionen Euro kauft der Flughafenbetrieber 75,5 Prozent des börsennotierten Flughafens der slowenischen Hauptstadt Ljubljana. Im Rahmen einer Privatisierung will Fraport den Flughafen vollständig erwerben und unterbreitet den verbleibenden Aktionären ein Übernahmeangebot. 2013 betrug der Umsatz der Gesellschaft 31 Millionen Euro bei einem Ebitda von 11 Millionen Euro und einem Jahresabschluss von 5,2 Millionen Euro.

Daimler kauft Taxivermittlungs-App

Daimler will ins Taxi-Geschäft einsteigen: Die Daimler-Tochter Moovel übernimmt die Intelligent Apps, Betreiber der Taxivermittlungs-App mytaxi, zu 100 Prozent. Außerdem kauft Moovel RideScout, einem Anbieter einer Mobilitäts-App in Nordamerika. „Die Integration von mytaxi ist nicht gegen die etablierten Taxizentralen gerichtet.“, sagt Robert Henrich, CEO von Moovel, „Ganz im Gegenteil möchten wir die Taxizentralen einladen, mit Moovel und mytaxi eng und partnerschaftlich zusammenzuarbeiten, um gemeinsam die Chancen des mobilen Internet zu nutzen“. Weitere Details der Übernahme sind nicht bekannt.

Berentzen finanziert M&A-Deal aus Mittelstandanleihe

Der Spirituosenhersteller Berentzen hat einen Teil des Erlöses aus der 50 Millionen Euro schweren Mittelstandsanleihe in einen M&A-Deal gesteckt: Das Unternehmen übernimmt die österreichische Technic-Marketing-Products (TMP, Umsatz 2013 ca. 12 Millionen Euro), einen Hersteller von Orangensaftpressen. Der Kaufpreis für TMP, das aktuell über eine Nettoliquidität von rund 2 Millionen Euro verfügt, soll zwischen 15,5 und 17,45 Millionen Euro liegen. Eine erfolgsabhängige Variable ist Bestandteil des Kaufpreises. Die Kartellbehörden müssen die Transaktion noch genehmigen.

Permira verkauft Hugo-Boss-Aktien

Der PE-Investor Permira treibt seinen Exit beim Modekonzern Hugo Boss voran. Hugo Boss will 7,9 Millionen Aktien (11,2 Prozent) platzieren, damit würde der Anteil von Permira von 50 Prozent auf unter 39 Prozent sinken. Mit der Platzierung beauftragt wurden Bank of America und Citigroup. Der Finanzinvestor war über den Kauf des italienischen Modeunternehmens Valentino im Jahr 2007 zur Hugo-Boss-Mehrheit gekommen. 2011 hatte sich Permira dann erstmals von Anteilen an dem deutschen Modekonzern getrennt.

Stadtwerke-Konsortium kauft Ex-Evonik-Tochter Steag

Das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr hat über ihre KSBG Kommunale Beteiligungsgesellschaft die restlichen 49 Prozent an dem Energieversorger Steag von Evonik übernommen. Das Dealvolumen lag bei 570 Millionen Euro. Das Konsortium, bestehend aus den Stadtwerken der Städte Duisburg, Bochum, Essen, Oberhausen und Dinslaken hatte bereits 2011 51 Prozent an der Essener Steag gekauft, der Übernahmepreis lang bei 650 Millionen Euro. "Das Stadtwerke-Konsortium nutzt die aktuell günstige Situation auf dem Kapitalmarkt und übt die vertraglich vereinbarte Call-Option zum Erwerb der ausstehenden 49 Prozent zum jetzigen Zeitpunkt aus.“, erklärt Bernd Wilmert, Vorsitzender der Geschäftsführung der KSBG und Sprecher der Geschäftsführung der Stadtwerke Bochum Holding. Laut Juwe wird der Kauf durch Eigenkapital der Stadtwerke, einen Anteil von Steag selbst sowie einer Fremdfinanzierung durch ein Banken-Konsortium finanziert. Zu diesem Konsortium gehörten die Crédit Agricole, NordLB, BayernLB, HSBC und IKB. Es wurde beraten von Clifford Chance. Berater der Stadtwerke waren die Wirtschaftskanzlei Görg unter der Federführung von Achim Compes, das Frankfurter Büro der Milbank Tweed Hadley & McCloy unter der Federführung von Thomas Ingenhoven. Evonik wurde von Freshfiels Bruckhaus Deringer und Inhouse Recht beraten. Steag hat Inhouse Recht und DLA Piper mandatiert.

Shunfeng Gruppe übernimmt Assets der S.A.G. Solarstrom

Das insolvente Solarunternehmen S.A.G. Solarstrom hat den Investorenprozess erfolgreich abgeschlossen. SF Suntech Deutschland, ein Tochterunternehmen der chinesischen Shunfeng Photovoltaic International, übernimmt den operativen Geschäftsbetrieb der S.A.G. Solarstrom Gruppe inklusive aller Assets für 65 Millionen Euro. Im Rahmen einer übertragenden Sanierung soll das operative Geschäft der Gruppe fortgeführt werden.

Das S.A.G.-Management soll in leitender Funktion im neuen Unternehmen bleiben. Begleitet wurde der Investorenprozess vonRoland Berger Strategy Consultants. Gläubiger der S.A.G. Solarstrom Gruppe können durch den gelungenen M&A-Deal auf eine Insolvenzquote von etwa 50 Prozent hoffen. Insolvenzverwalter Jörg Nerlich (Kanzlei Görg) und die Vertragspartner rechnen damit, dass die Transaktion innerhalb der kommenden sechs bis acht Wochen abgeschlossen werden kann.

Brenntag kauft in Indien zu

Der Chemikaliendistributeur Brenntag stärkt sein Geschäft in Indien mit dem Erwerb des Spezialchemikaliengeschäfts von Pioma Chemicals, einem Distributeur von Spezialzusatzstoffen. Im Rahmen des Asset Deals wird das akquirierte Geschäft Teil von Brenntag Indien mit Hauptsitz in Mumbai. 2013 übernahm Brenntag in Indien das Distributionsgeschäfts von Zytex. Der nun von Pioma erworbene Unternehmensbereich wird im Geschäftsjahr 2014 voraussichtlich einen Jahresumsatz von rund 17,2 Millionen Euro erzielen, die Transaktion soll noch im September abgeschlossen werden.

M&A-News: Personalien

Enrico Ardielli ist neuer Chief Acquisition Officer (CAO) des Schweizer Softwareunternehmens Avaloq Gruppe. Das Unternehmen hat die Position neu geschaffen. Ardiellis ist künftig für die erfolgreiche Abwicklung von Firmenübernahmen zuständig und wird zudem Mitglied der Verwaltungsräte in verschiedenen Tochterunternehmen. Ardielli war zuvor mehr als 12 Jahre lang CFO der Avaloq Gruppe. Seine Nachfolge als Group CFO übernimmt Markus Bertini.

Thomas Schulz ist seit dieser Woche neuer Leiter des Londoner Büros der Wirtschaftskanzlei Noerr. Der langjährige Partner der Kanzlei begleitet im Schwerpunkt M&A-Deals auf Seiten von Strategen und PE-Investoren. Er folgt in London auf Hans Radau, der den Standort seit der Eröffnung 2010 geleitet hatte. Das Londoner Büro soll sich künftig stärker auf die Beratung von PE-Investoren und Unternehmen aus regulierten Branchen konzentrieren. Radau wird künftig von München aus arbeiten und soll dort das Beratungsgeschäft im Bereich Venture Capital vorantreiben. Die Kanzlei stärkt auch das Düsseldorfer Büro. Seit Beginn dieses Monats ist Falk Osterloh dort als Associated Partner für Noerr tätig, zuvor arbeitete er knapp sieben Jahre für Oppenhoff & Partner in Köln, zuletzt als Junior Partner. Spezialisiert ist Osterloh auf die rechtliche Begleitung von Unternehmen und PE-Investoren bei nationalen und grenzüberschreitenden M&A-Deals und Restrukturierungen.

Sönke Becker wird Leiter der Praxisgruppe M&A in der EMEA-Region bei der Kanzlei Baker & McKenzie. Becker war 2007 von Hengeler Mueller in das Düsseldorfer Büro von Baker & McKenzie gewechselt und leitete in den vergangenen zweieinhalb Jahren zusammen mit Nikolaus Reinhuber die deutsche Praxisgruppe M&A/Corporate. Die Praxisgruppe M&A in der EMEA-Region, die er künftig leitet, ist der Kanzlei zufolge eine der größten regionalen Praxisgruppen bei Baker & McKenzie. Zudem wird Becker Mitglied im globalen Führungsgremium für M&A. Die Führung der deutschen Praxisgruppe wird Nikolaus Reinhuber weiter innehaben.

Weitere M&A-Deals

Vier Monate nachdem PE-Investor Triton angekündigt hatte, das Zubehörgeschäft für thermische Kraftwerke von Alstom zu übernehmen, ist der Deal abgeschlossen worden. Die Transaktion wird finanziert mit Eigenkapital aus dem 2013 aufgelegten vierten Triton Fonds, der insgesamt 3,5 Milliarden Euro umfasst, sowie über Fremdkapital. Nähere Details sind nicht bekannt. Die Wirtschaftskanzlei Latham & Watkins hat das finanzierende Bankenkonsortium, bestehend aus Barclays, Citi, ING, Royal Bank of Canada und Société Générale, bei der Transaktion beraten.

Und auch der Stuttgarter Konzern Mahle hat die Übernahme des slowischen Unternehmens Letrika abgeschlossen – die Kartellbehörden haben die Transaktion genehmigt. Die Übernahme von rund 54 Prozent der Aktien der Letrika-Gruppe erfolgte im Rahmen einer Initiative, staatlich kontrollierte Unternehmen in Slowenien zu privatisieren. Nachdem Mahle bereits zusätzlich 27 Prozent der Anteile über die Börse erworben hatte, wird das Unternehmen nach Closing rund 80 Prozent der Anteile halten.

Im Rahmen der Eiskunstlaufshow „Holiday on Ice“ ist die börsennotierte CTS Eventim ein Joint Venture mit der holländischen Stage Entertainment Group eingegangen. Eventim wird die Hälfte der Anteile an der Show übernehmen, über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Beraten wurde Eventim von CMS Hasche Sigle unter der Führung von Henrik Drinkuth.

Die kanadische Stromerzeuger Northland Power hat 85 Prozent an den Offshore-Windparks „Nordsee One“, „Nordsee Two“ und „Nordsee Three“ von der RWE-Tochter RWE Innogy übernommen. Beraten wurde Northland Power von CMS Hasche Sigle, federführend beteiligt waren Holger Kraft, Hilke Herchen und Eckhart Gottschalk. Die Wirtschaftskanzlei Linklaters beriet RWE Innogy unter Federführung von Thomas Schulz. Northland Power wurde inhouse von Michael Shadbolt beraten.

Der Fleischkonzern OSI Europe Foodworks ist ein Joint Venture mit Edeka Südbayern eingegangen. Das neu gegründete Gemeinschaftsunternehmen wird unter dem Namen Bayernfleisch firmieren. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen wollen die Partner die Fleischzerlegung eigenständig steuern. Für OSI Deutschland führte der Leiter Recht, Derik Zusann, die Verhandlung. Er wurde unterstützt von Arquis Rechtsanwälte (Federführung Jörn-Christian Schulze).

Ein chinesischer Investor übernimmt das Maschinenbauunternehmen Künkel und Wagner (Umsatz 2013 rund 50 Millionen Euro) aus der Insolvenz. Insolvenzverwalter Christopher Seagon (Kanzlei Wellensiek Rechtsanwälte) verkaufte die Vermögenswerte des Unternehmens an die Quatoan Prozesstechnologie, hinter der das Unternehmen QME aus China steht. Die Übernahme erfolgte mit Wirkung zum 1. September, über den Kaufpreis haben beide Seiten Stillschweigen vereinbart. QME hat sich im Investorenprozess gegen verschiedene Mitbewerber durchgesetzt, einer Mitteilung des Insolvenzverwalters zufolge präsentierte der chinesische Investor das beste Gesamtkonzept. Künkel-Wagner Prozesstechnologie hatte Anfang Juli einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.

Die Wirecard-Gruppe übernimmt die türkische 3pay, einen Payment Anbieter mit Sitz in Istanbul. Verkäufer sind die Mehrheitseigentümerin Mediterra Capital Partners I, LP, sowie der CEO, der auch weiterhin dem Management Team angehören wird. Der Kaufpreis beträgt rund 12 Millionen Euro in bar zuzüglich Earn-Out-Komponenten, die sich am operativen Gewinn des gekauften Unternehmens in den Jahren 2014 bis 2017 bemessen.

Der Automobilzulieferer Paragon hat ein Joint Venture mit Jiangsu Riying Electronics (R&Y) in China unterzeichnet. Das Joint Venture, an dem Paragon 65 Prozent halten wird, soll elektronische Komponenten für die Automobilindustrie produzieren und vertreiben. Das endgültige Inkrafttreten des Joint Ventures hängt noch von regulatorischen Genehmigungsverfahren in China ab.

Das Passauer Unternehmen Euro-Druckservice hat die Tochter Holzmann Druck im Rahmen eines Management-Buy-outs an das langjährige Management verkauft. Der M&A-Deal ist Teil einer Strategie, mit der sich Euro-Druckservice auf definierte Kernbereiche in Mittel- und Osteuropa konzentrieren will. Clifford Chance hat Euro-Druckservice unter Federführung von Partnerin Nicole Englisch beraten. 

Die Deutsche Annington hat mehr als 5.000 Wohnungen und rund 210 Gewerbeeinheiten vorwiegend in Berlin von der CitCor Residential Group übernommen, einem Joint Venture unter Beteiligung von Corpus Sireo. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt von Vollzugsbedingungen. Das Closing wird für den Jahreswechsel erwartet, der Vollzug der Integration für den Jahresanfang 2015.

Die Raumfahrtunternehmen OHB System und Erwin Kayser-Threde firmieren nach ihrer Fusion künftig unter dem Namen OHB System AG. Der Mutterkonzern, der europäische Technologieanbieter OHB, zentralisiert durch diesen Schritt die Fähigkeiten und Kapazitäten seiner beiden Töchter. Die bisherigen Schwesterfirmen arbeiten bereits gemeinsam an Großprojekten wie Wetter- und Umweltsatelliten. Dem Unternehmen zufolge steht die Organisationsstruktur für das neue Unternehmen bereits, in den kommenden Monaten soll der Integrationsprozess umgesetzt werden.

Die Dienstleistungsgruppe Kötter Services hat von der ISS Facility Services große Teile des Geschäftsfeldes Security Services in Deutschland übernommen. Die Akquisition der Sicherheitsdienstleistungsverträge  erfolgte mit Wirkung zum 1. Juli. Die Übernahme soll Synergieeffekte und Wettbewerbsvorteile im Sicherheitsmarkt eröffnen. Finanzielle Details wurden nicht bekannt.

Die Schweizer Accu Holding will zum 30. September eine Mehrheitsbeteiligung an der Cieffe Holding in Colle Umberto (Italien) übernehmen. Auf die Transaktion habe man sich „im Grundsatz“ mit dem Cieffe-Hauptaktionär 1C Industries Zug geeinigt, teilte die Accu Holding in dieser Woche mit. Die Minderheitsaktionäre haben ein Vorkaufsrecht, das sie innerhalb von 30 Tagen ausüben müssten, entsprechende Gespräche seien bereits aufgenommen worden. Die Cieffe Gruppe stellt Beschichtungsanlagen her und erzielte 2013 einen Umsatz von 56 Millionen Euro.

Das Etikettierunternehmen Logopak Systeme, eine 100-prozentige Tochter der Lübecker Possehl Mittelstandsbeteiligungen, hat die Übernahme sämtlicher Geschäftsanteile der dänischen LSS Etikettering abgeschlossen. Der M&A-Deal soll den Unternehmen Synergien eröffnen, insbesondere im Service und im Vertrieb. Die M&A-Beratung IMAP hat die Transaktion in Dänemark und Deutschland begleitet.

Der österreichische Flachkabelproduzent I&T bekommt einen neuen Eigentümer: Die an der Börse Shanghai gelistete Changzhou Xingyu Automotive Lighting Systems wird neuer Mehrheitseigentümer und strategischer Partner des zum zweiten Mal insolvente Unternehmens. Xingyu hat im Vorjahr rund 200 Millionen Euro umgesetzt. Weitere Details sind nicht bekannt.

julia.becker[at]finance-magazin.de

Info

Die wichtigsten Transaktionen der vergangenen Wochen finden Sie im Überblick auf unserer Themenseite M&A-Deals.

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