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M&A: Verhaltener Ausblick auf 2012

(sar) Ein abwartendes Verhalten der Unternehmen am M&A-Markt erwartet Holger Bross, Leiter Corporate und Investment Banking Deutschland bei der Bank of America Merrill Lynch, für die ersten Monate des Jahres 2012. Zwar sei die Bereitschaft zu Deals grundsätzlich da, doch viele Transaktionen scheiterten an unterschiedlichen Preisvorstellungen, sagte Bross heute Vormittag bei einer Veranstaltung in Frankfurt am Main.

 

In Deutschland wurden 2011 bislang Deals im Volumen von 68 Milliarden US-Dollar angekündigt (2010: 67 Milliarden Dollar). Allerdings sind darin auch bislang nicht abgeschlossene Deals wie der Verkauf der Telekom-Tochter T-Mobile USA für 39 Milliarden US-Dollar an AT&T, der noch von den Behörden geprüft wird. Gemessen in Prozent des Bruttoinlandsprodukts liegt das M&A-Volumen in Deutschland zurzeit bei rund 2 Prozent des BIP, im Durchschnitt sind es in Deutschland 5 Prozent. Der globale Wert liegt mit 6 bis 7 Prozent der wirtschaftlichen Leistung sogar noch darüber.

 

Generell sieht Bross in nächster Zeit zwei große Herausforderugnen auf die Märkte zukommen: Zum einen müssten allein Italien und Spanien in den kommenden zwei Jahren mehr als eine Billion Euro refinanzieren. Darüber hinaus müssten die Banken in Europa einen Deleveraging-Prozess einleiten, um ihre Kernkapitalquote zu erreichen – mit entsprechenden Auswirkungen auf Kreditvergaben.

 

Quellen: Bank of America Merrill Lynch, FINANCE

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