Newsletter

Abonnements

Manroland wird zerschlagen

(akm) Der insolvente Druckmaschinenhersteller Manroland wird in drei neue Gesellschaften aufgespalten. Zu dieser Lösung kam der Gläubigerbeirat des Unternehmens unter Leitung des vorläufigen Insolvenzverwalters Werner Schneider und des Generalbevollmächtigten der Manroland Frank Kebekus, meldet Manroland.

„Es war unser gemeinsames Ziel, das Unternehmen an Investoren weiter zu geben,

die an einer langfristigen und eigenständigen Fortführung des Unternehmens interessiert sind“, sagte Schneider.

Nach dem vorliegenden Konzept wird der Standort Augsburg mit dem Produktionsbereich Rollendrucksysteme an die Unternehmensgruppe Possehl verkauft (mehr: Lübecker Possehl-Gruppe an Manroland interessiert). Das Lübecker Familienunternehmen wird zudem langfristige Lieferbeziehungen mit dem Manroland-Werk in Plauen eingehen, um hier eine Auslastung sicherzustellen. Eine spätere Beteiligung am Werk in Plauen wird in Aussicht gestellt. Das Werk in Plauen wird in eine neue Gesellschaft ausgelagert. Das Offenbacher Werk soll auf dem Weg eines

Management-Buy-Outs gemeinsam mit einem Investor saniert werden.

Über den Kaufpreis vereinbarten alle Beteiligten Stillschweigen. Schneider unterstrich, dass es sich bei dem Votum des Gläubigerbeirates nicht um einen förmlichen Beschluss, sondern um eine Empfehlung handelt. Ein endgültiger Beschluss wird durch die Gläubigerversammlung getroffen, das Votum des Gläubigerbeirates hat dabei aber eine richtungsweisende Wirkung.

 

Quellen: Manroland, FINANCE

Themen
Augenöffner für Finanzentscheider
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022
Jetzt Insights sichern »
Jetzt lesen »
Inside Corporate Banking: Die Serie zum Banken-Survey 2022