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MidMax: M&A-Markt wartet auf Erholung

Der M&A-Markt wartet auf die vollständige Erholung.
Zephyr-Datenbank (Bureau van Dijk), FINANCE

Die neuesten Zahlen des MidMax-Indikators, den das FINANCE-Magazin für den Bundesverband Mergers & Acquisitions erhebt, zeigen: Die erhoffte Erholung am M&A-Markt ist noch fern. In den MidMax-Index fließen vollständige und anteilige Übernahmen ein, bei denen deutsche Unternehmen mit einem Umsatz bis 250 Millionen Euro das M&A-Target waren. Er beruht auf einer Auswertung der Zephyr-Datenbank des Bureau van Dijk sowie der FINANCE-Dealbank.  

Der M&A-Markt in diesem Segment ist zumindest stabil: Die absolute Zahl der M&A-Deals in dem Segment ist in allen Quartalen des Jahres 2012 nahezu konstant geblieben, mit Abweichungen von allenfalls 2 Prozent nach oben oder nach unten zwischen den Quartalen. Immerhin liegen die Werte deutlich über den Zahlen von 2011. „Positiv ist, dass im Zeitvergleich betrachtet die Ergebnisse des letzten Quartals des Jahres 2012 immerhin um gut 26 Prozent über denen des vierten Quartals 2011 liegen“, sagt Kai Lucks, Vorsitzender des Bundesverbandes Mergers & Acquisitions.

Eine Erholung des Marktes scheint dennoch fern. Das in der Regel starke dritte Quartal lag 2012 um 9 Prozent höher als im Jahr 2011, aber dennoch weit abgeschlagen hinter dem dritten Quartal 2010 zurück (im Vergleich ergibt sich ein Minus von 50 Prozent). Gegenüber dem dritten Quartal 2008 summiert sich der Rückgang sogar auf  58 Prozent, wie ein Blick in das MidMax-Archiv des Bundeverbandes Mergers & Acquisitions zeigt.

Bis zum vierten Quartal des Jahres 2012 stieg der Index ausgehend vom vierten Quartal 2011 vom Wert 77 auf 92 (Q1/2007 = 100), ein Anstieg um rund 20 Prozent. Der im dritten Quartal 2008 verzeichnete Höchstwert betrug 118. Der Weg zurück zu alter Stärke ist noch weit.

Info

Der MidMax-Indikator

In den MidMax-Index fließen vollständige und anteilige Übernahmen ein, bei denen deutsche Unternehmen mit einem Umsatz bis 250 Millionen Euro das Ziel waren. Er beruht auf einer Auswertung der Zephyr-Datenbank des Bureau van Dijk sowie der FINANCE-Dealbank. Anders als bei den meisten vergleichbaren Indizes fließen in die Berechnung neben der Zahl der M&A-Deals auch die ermittelten Kaufpreise ein. Aus diesem Grund besteht der MidMaX aus zwei Komponenten: der reinen Transaktionszahl und dem relativen Indexwert, der Transaktionszahl und Kaufpreise bündelt und daher einen deutlich genaueren Blick auf die Entwicklung des M&A-Geschehens ermöglicht. Wenn die Kaufpreise nicht direkt vorliegen, werden sie auf Basis der FINANCE-Branchenmultiples und der Umsätze der gekauften Unternehmen geschätzt.

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