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Neuer Anlauf für Fusion von Karstadt und Kaufhof zur Deutschen Warenhaus AG

(jat) Finanzinvestoren erwägen erneut eine mögliche Fusion von Kaufhof und Karstadt. Kreisen zufolge führt Metro, als Mutterkonzern von Kaufhof, bereits Gespräche mit Private-Equity-Firmen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen. Noch in diesem Jahr wolle der Handelskonzern demnach Kaufhof verkaufen. Allerdings sind noch keine konkreten Bieter namentlich bekannt. Laut der Nachrichtenagentur werden in der Branche Namen wie die US-Fonds TPG, Blackstone und Apollo sowie Permira gehandelt. In Finanzkreisen hieß es aber, TPG, Permira und Blackstone hätten kein Interesse.

 

Ein Metro-Sprecher sagte dazu, dass sich der Konzern alle Optionen offen halte. Derzeit gebe es aber noch keine konkreten Verkaufsgespräche. Grundsätzlich will der Handelskonzern die Kaufhof-Sparte jedoch verkaufen, allerdings erst dann „wenn der richtige Zeitpunkt gekommen ist und der Preis stimmt“, sagte Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes auf der Bilanzpressekonferenz. Ob die Fusion von Karstadt und Kaufhof kartellrechtlich überhaupt zulässig ist, soll nun geprüft werden. Laut Reuters unterstrichen die Wettbewerbshüter, dass sie ein derartiges Vorhaben genau unter die Lupe nehmen würden.

 

Der Versuch, eine Deutsche Warenhaus AG aus den beiden Unternehmen zu gründen, war bereits zweimal gescheitert. 2008 wollte der damalige Arcandor-Chef Thomas Middelhoff Kaufhof übernehmen und mit Karstadt fusionieren (lesen Sie dazu auch: Gerüchte um Fusion Karstadt Kaufhof). Vor knapp einem Jahr hatte Metro der damals kurz vor der Insolvenz stehenden Arcandor angeboten, Karstadt oder Teile davon zu übernehmen (mehr dazu unter: Metro will Karstadt von Arcandor übernehmen und CFO Unger:Metro wartet „nicht ewig“ auf die Übernahme der Karstadt-Häuser). Am 12. April soll die Gläubigerversammlung von Karstadt den Insolvenzplan billigen, in den Tagen darauf erwartet Karstadt-Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg Kreisen zufolge die bindenden Gebote. Bis Ende April muss er einen Käufer auswählen, sonst droht die Zerschlagung von Karstadt.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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