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Ost-Ausschuss: Harte Konkurrenz bei russischer Privatisierung

(sap) Die deutsche Wirtschaft rechnet bei der Privatisierungswelle in Russland mit harter Konkurrenz aus China und anderen Ländern. „Das wird kein Selbstläufer“, warnte der Vorsitzende des Ost-Ausschusses, Klaus Mangold, am Dienstag im Gespräch mit Reuters. Deutsche Unternehmen hätten zwar gute Chancen, zum Zuge zu kommen. „Aber wir stehen in einem harten Wettbewerb“, sagte Mangold. „Die Chinesen spielen überall dort eine Rolle, wo es um die Sicherung von Rohstoffquellen geht, ebenso die Australier.“ Das härteste Rennen werde es um die Beteiligung an Banken geben. „Hier wird der Wettbewerb am internationalsten sein.“ Minderheitsbeteiligungen seien für die deutschen Unternehmen zudem nur dann interessant, wenn ihnen auch ein Mitspracherecht eingeräumt werde. „Sonst läuft es auf reine Finanzinvestoren hinaus, die ihre Anteile nach einer gewissen Zeit mit Gewinn weiterveräußern wollen“, sagte der ehemalige Daimler-Manager Mangold. „Das kann nicht im Interesse der russischen Wirtschaft sein.“ Derzeit sind etwa 6.000 deutsche Unternehmen in Russland aktiv, vor allem Mittelständler.

Das Finanzministerium hat eine Liste von Unternehmen vorbereitet, von denen der Staat Anteile verkaufen könnte. Gestern hatte die Nachrichtenagentur berichtet, dass Russland einen Teil seiner Staatsfirmen privatisieren wolle. Kreisen zufolge sollen etwa Anteile an Rosneft, dem größte Ölproduzenten des Landes, an der zweitgrößten Bank VTB und an dem Pipeline-Betreiber Transneft angeboten werden.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

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