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PE-Investor Permira schafft Absprung bei Iglo

Der PE-Investor Permira trennt sich nach acht Jahren vom Tiefkühlkonzern Iglo: Für 2,6 Milliarden Euro geht das Unternehmen mit Hauptsitz in Großbritannien und nennenswerten Aktivitäten in Deutschland an die Beteiligungsgesellschaft Nomad. Die Käuferin war bereit, für den größten europäischen Tiefkühlkonzern ein Ebitda-Mulitple von 8,5 zu zahlen. Bei einem Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erzielte Iglo im vergangenen Jahr ein Ebitda von 306 Millionen Euro. Ein Anteil an Iglo in Höhe von 9 Prozent soll im Besitz von Permira bleiben.

Die bislang eher unbekannte Nomad mit Sitz auf den britischen Jungferninseln tritt mit dem Iglo-Deal erstmals größer in Erscheinung. Es dürfte nicht der letzte Deal der in London gelisteten Gesellschaft gewesen sein: Die US-Tycoons Martin Franklin und Noam Gottesman haben Nomad im vergangenen Jahr aus der Taufe gehoben, um ein Lebensmittelimperium zu schmieden. Nomad werde künftig Nomad Foods heißen, teilte die Gesellschaft heute mit.

Kaufpreis für Iglo: PE-Investor Permira wird bescheidener

Mit dem Verkauf schafft Permira nach acht Jahren nun den Absprung bei Iglo – allerdings erst im zweiten Anlauf. Permira gibtsich dabei mit einem niedrigen Kaufpreis zufrieden als ursprünglich geplant: Der PE-Investor hatte bereits 2012 versucht, den Tiefkühlkonzern zu veräußern. Der Deal scheiterte jedoch am Preis: Permira wollte Iglo für mindestens 2,8 Milliarden Euro (inklusive Schulden) an Blackstone und BC Partner verkaufen. Diese waren jedoch nur dazu bereit, 2,5 Milliarden Euro zu zahlen. Daraufhin schnürte Permira mit Credit Suisse ein Finanzierungspaket, das die Finanzierung der Tiefkühlmarke bis 2017 sichern sollte.

Permira hatte Iglo 2006 von dem niederländisch-britischen Mischkonzern Unilever für 1,7 Milliarden Euro übernommen. Dazu gehörte die deutsche Marke Iglo sowie die britische Schwestermarke Birds Eye. Für weitere 700 Millionen Euro erwarb der PE-Investor 2010 die italienische Iglo-Schwester Findus und schmiedete daraus die Iglo-Gruppe.

Auf Seiten von Permira begleiten Centerview Partners als Finanzberater sowie Skadden, Arps, Slate, Meagher & Flom und Clifford Chance als Rechtsberater die Transaktion. Nomad wird beraten von Barclays, UBS Investment Bank und Greenberg Traurig.

desiree.backhaus[at]finance-magazin.de

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