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PPL übernimmt Eons US-Tochter für 7,6 Milliarden US-Dollar

(sor) Der US-Versorger PPL übernimmt das US-Geschäft von Eon für 7,6 Milliarden US-Dollar (rund 5,8 Milliarden Euro) kaufen. Diese Transaktion ist die letzte Amtshandlung des jetzigen Vorstandsvorsitzenden Wulf Bernotat, der zum 1. Mai 2010 für Johannes Teyssen den Platz räumt.

 

PPL erwirbt im Rahmen der Übernahme 900.000 Strom- und 300.000 Gaskunden sowie Kraftwerke mit einer Leistung von 7.600 Megawatt im Mittleren Westen der USA. Das Unternehmen erwirtschaftete 2009 einen Umsatz von 1,8 Milliarden Euro. Nicht dazu gehört das Geschäft mit Windenergie in den USA, das Eon weiter ausbauen will.

 

Die US-Tochter zählte für Eon schon länger nicht mehr zum Kerngeschäft. “Mit der Abgabe von Eon US trennen wir uns von einem leistungsstarken und soliden Geschäft, das aber für Eon wenig Spielraum für eine strategische Weiterentwicklung bietet”, erklärte Bernotat.

 

Der Verkauf der US-Tochter dient dem Abbau von Schulden des Strom- und Gasunternehmens, die sich durch zahlreiche Zukäufe angesammelt hatten. Von den geplanten Veräußerungen mit einem Volumen von 10 Milliarden Euro sind ohne diese Transaktion bereits 6 Milliarden Euro realisiert: Die Stadtwerketochter Thüga und das deutsche Hochspannungsnetz verkaufte Eon bereits zu einem Gesamtpreis von 4 Milliarden Euro, mit der Abgabe von Kraftwerken in Deutschland erzielte es zusätzlich 2 Milliarden Euro.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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