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Presse: Hindernisse für Fusion von Conti und Schaeffler

(anb) Die geplante Fusion von Schaeffler und Conti ist auf neue Hindernisse gestoßen. Wie das Handelsblatt berichtet, werden derzeit die Wege für einenbaldigen Zusammenschluss ausgelotet, dabei traten allerdings unerwartet Probleme auf. Ursprünglich wollte Großaktionär Schaeffler bei der Fusion einen Teil seines Schuldenbergs in Höhe von 12 Milliarden Euro auf eine Holding der Familie auslagern, um das operative Geschäft nicht zu stark mit Krediten zu belasten. Eine Prüfung ergab nun aber, dass in diesem Fall für fünf Jahre voraussichtlich eine Gesamtschuldnerhaftung greifen würde. Die operative Tochter müsste demnach auch weiterhin für die Schulden in Milliardenhöhe geradestehen, die zur Familie ausgelagert wurden. Das anvisierte Modell würde seinen Zweck also nicht erfüllen, Contis Banken und freie Aktionäre müssten weiterhin für Schaefflers Schuld haften.

Schaeffler wollte diese Überlegungen nicht kommentieren, stellte jedoch fest, dass die Fusion beider Konzerne derzeit kein Thema sei. Nach der gerade erst überwundenen Wirtschaftskrise gehe es erst einmal darum, das Unternehmen flott zu machen. Von einem hochkarätig besetzten Arbeitskreis, der die Fusion angeblich vorbereite und auf die angeblichen Hürden gestoßen sei, wisse man nichts. Auch Betriebsratskreise zeigten sich überrascht. Berichte über angebliche Hürden seien für ihn nicht nachvollziehbar, sagte ein führender Arbeitnehmervertreter.

Das Familienunternehmen Schaeffler hatte den Automobilzuliefererkonzern Conti im Jahr 2009 in einer Übernahmeschlacht übernommen, war dann allerdings von der Wirtschafts- und Finanzkrise überrascht worden.

 

Quellen: Handelsblatt, dpa-AFX, FINANCE

 

 

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