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Presse: OEW strebt nach Mehrheit beim Versorger EnBW

(sap) Der EnBW-Großaktionär OEW will sich einem Zeitungsbericht zufolge die Mehrheit an dem Energieversorger sichern, damit die künftige grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg nicht allein über die Zukunft von EnBW entscheiden kann. Die von CDU und Freien Wählern dominierten Oberschwäbischen Elektrizitätswerken (OEW) strebten an, ihren Anteil an EnBW von derzeit 45 Prozent auf 50,1 Prozent aufzustocken, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Donnerstagausgabe. Entsprechende Beschlüsse sollten bei einer Verbandsversammlung der OEW, ein Zusammenschluss schwäbischer Landkreise und Gemeinden, in den kommenden Tagen gefasst werden, heißt es weiter. Ein EnBW-Sprecher wollte sich zu dem Bericht nicht äußern. Bei der OEW war demnach niemand für eine Stellungnahme zu erreichen.

 

Die Zeitung berichtet weiter, dass auch die Grünen angesichts der OEW-Bestrebungen recherchieren, ob das Land Baden-Württemberg den Plan durchkreuzen und selbst von 45 Prozent auf 50,1 Prozent bei EnBW aufstocken könne. Dadurch könne der EnbW-Umbau vollzogen werden, ohne dass man die Zustimmung des Zweckverbands OEW bräuchte. Zünglein an der Waage wären damit jene Städte, Gemeinden und Verbände, die die wenigen verbliebenen Aktien von EnBW halten. Sie haben im Rahmen eines Übernahmeangebots des Landes noch bis zum 6. April die Möglichkeit, ihre Aktien für 41,50 Euro je Aktie zu verkaufen. Insgesamt geht es um knapp 10 Prozent der Aktien. Bisher sind dem Land Schätzungen zufolge rund 2,5 bis 3 Prozent der Aktien angedient worden, schreibt das Blatt weiter.

 

Das Land Baden-Württemberg hatte im Dezember vergangenen Jahres den 45-Prozent-Anteil des französischen Stromkonzerns Electricite de France (EdF) an EnBW übernommen und dafür fast 5 Milliarden Euro in die Hand genommen. Mehr hierzu unter: Baden-Württemberg kauft EnBW-Anteile

 

Quellen: F.A.Z., Reuters, FINANCE

 

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