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RWE erwartet offenbar bis nächste Woche Gebote für Thyssengas

Der Essener Energiekonzern RWE rechnet laut Kreisen bis zum Ablauf der Frist Mitte kommender Woche mit vier bindenden Geboten für sein als Thyssengas firmierendes Fernleitungsnetz. Zu den Bietern, die es in die zweite Runde geschafft haben, gehört der Infrastrukturfonds RREEF der Deutschen Bank sowie ein Infrastrukturfonds der australischen Macquarie Group, ein Stadtwerke-Konsortium um die Bayerngas GmbH und der belgische Gasnetzbetreiber Fluxys, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte.

 

Das RWE-Fernleitungsnetz hat eine Länge von 4.100 Kilometern. Durch die Pipelines werden jährlich bis zu 10 Milliarden Kubikmeter Erdgas transportiert. Nach Einschätzung von Analysten könnte der Verkauf bis zu 500 Millionen Euro einbringen. 2009 hatte Thyssengas einen Umsatz von rund 200 Millionen Euro erzielt.

 

Gute Chancen auf einen Zuschlag werden dem strategischen Investor Fluxys und der australischen Bank Macquarie eingeräumt. Dem Bieterkonsortium um den süddeutschen Gasversorger Bayerngas waren zuletzt dagegen nur noch geringe Chancen zuerkannt worden.

 

RWE hatte der Europäischen Kommission angeboten, ihr Fernleitungsnetz zu verkaufen, sofern damit ein langwieriges Wettbewerbsverfahren zu vermeiden wäre. Die EU-Behörde hatte das Angebot akzeptiert und das Verfahren wegen möglicher Wettbewerbsverstöße auf dem deutschen Gasmarkt beendet. Bis März 2011 muss der Verkauf abgeschlossen sein.

 

Quelle: Dow Jones

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