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Sarasin prüft operative Zusammenarbeit mit neuem Besitzer Safra

(sap) Die Schweizer Bank Sarasin fasst eine operative Zusammenarbeit mit dem neuen Mehrheitseigentümer Safra ins Auge. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir schauen werden, was wir in Lateinamerika machen können“, sagte Sarasin-Chef Joachim Strähle in einem Interview der NZZ am Sonntag. Während Sarasin auf dem Kontinent nicht präsent ist, gehört Safra zu den zehn größten Privatbanken Brasiliens. Auch in der Schweiz, wo beide Heldhäuser aktiv sind, seien Kooperationen möglich.

Der Basler Vermögensverwalter hatte am Freitagabend bekanntgegeben, dass die brasilianische Safra Gruppe die Sarasin-Mehrheitsbeteiligung der Rabobank für 1,04 Milliarden Franken übernimmt. Das niederländische Geldhaus hatte über Wochen mit mehreren Interessenten, zu denen auch die Schweizer Institute Julius Bär und Raiffeisen gehörten, über einen Verkauf des Pakets verhandelt. Safra bezahlt 7,20 Franken pro Namenaktie A und 36 Franken pro Namensaktie B. Damit beläuft sich der Wert von Sarasin auf insgesamt rund 2,3 Milliarden Franken.

Händler sagten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge, im Markt werde erwartet, dass Safra den Minderheitsaktionären ein Angebot machen dürfte, das nur den minimalen Anforderungen entspreche. „Und das läge mit rund 30 Franken deutlich unter dem bezahlten Übernahmepreis“, zitiert die Agentur einen Händler.

 

Quellen: Reuters, FINANCE

 

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