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Sparkassen planen Landesbank Berlin von der Börse zu nehmen

 

Die Sparkassen wollen eine Squeeze-Out bei der Landesbank Berlin durchführen. Das wollen sie am Mittwoch bei der Landesbank auf einer außerordentlichen Hauptversammlung beschließen. Nach dem Squeeze-Out soll das Geldhaus von der Börse genommen werden. Die Landesbank wird dann von der Sparkassengruppe zum Dienstleister für alle rund 420 deutschen Sparkassen umgebaut werden.

Auf der Strecke geblieben ist damit die Illusion, in Berlin nach der Wiedervereinigung einen Global Player am Finanzmarkt zu gründen. Zum 1. Januar 1994 bündelte das Land Berlin alle seine Bankbeteiligungen in der Holding Bankgesellschaft Berlin AG. Dieser Name steht inzwischen vor allem für Managementfehler, Wertberichtigungen und faule Immobilienkredite. Letztlich musste das Land Berlin die Bank mit Milliarden-Hilfen vor dem Aus retten und Risiken aus dem Immobiliengeschäft übernehmen. Im Sommer 2007 griffen die Sparkassen für insgesamt 5,3 Milliarden Euro zu, um zu verhindern, dass das Institut in private Hände fällt. Im vorigen Jahr rutschte die Bank erstmals seit 2003 wieder in die roten Zahlen.

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